Andachten

Andacht

Andacht 26.06.2021

26. Juni 2021 | Johannes Naether

Andacht 26.06.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Schließlich sprach der HERR zu Samuel: „Wie lange willst du noch um Saul trauern? Ich
habe ihn verstoßen! In meinen Augen ist er nicht mehr König von Israel. Nimm dein Horn,
füll es mit Öl und mach dich auf den Weg nach Bethlehem. Dort such Isai auf, denn ich
habe einen seiner Söhne zum neuen König auserwählt.“

Wir blicken hier mehr als 3000 Jahre zurück in eine Kultur, in der Gott und Glaube so ganz anders gelebt wurden als es heute der Fall ist. Samuel wurde als junger Mann direkt von Gott beauftragt, zu den Menschen zu sprechen. Aus dieser engen Verbindung bekam er den klaren Auftrag, Saul zum König zu salben. Samuel gehorchte und Saul konnte mit der Autorität, dass er von Gott persönlich auserwählt wurde, regieren. Darüber hinaus gab es ständigen und offenen Kontakt zwischen Prophet und König. Gute Voraussetzungen für seine Regierungsverantwortung. Dennoch nimmt die Geschichte eine schlechte Wendung. Saul läuft aus dem Ruder, würden wir heute sagen. Die Macht korrumpierte ihn, er distanzierte sich von Gott und kam schließlich auf dramatische Weise ums Leben. Samuel trauert um einen Menschen, den er zwar heftig kritisiert, zu dem er aber auch eine Beziehung aufgebaut hat. Er hat sich in gewissem Sinn auch für ihn verantwortlich gefühlt. Ich kann das verstehen. Da hat man viel investiert, sich sogar auf Gott verlassen und seinen Rat befolgt und dann nehmen Dinge einen ganz anderen Lauf. Da können schnell Zweifel aufkommen, ob ich Gott wirklich verstanden habe, oder ob er tatsächlich so verlässlich ist. Immerhin hat er Saul ja persönlich ausgesucht, deutlicher geht es wohl kaum. Dann diese schroffen Worte: „Ich habe Saul verworfen. Hör also auf zu jammern, lass dich nicht so hängen, ich habe einen neuen Kandidaten im Visier!“ Ich möchte nicht, dass Gott so mit mir spricht, meine Gefühle so ignoriert und über einen Menschen hinweggeht, als wäre sein Leben und Wirken eine Art Betriebsunfall, den man möglichst schnell aus dem Gedächtnis streicht. Dieser kritische Gedanke darf in unserem Denken auch seinen Platz haben. Daneben möchte ich aber auch bewusst hören, dass Gott eine neue Perspektive bereithält. Eine, die so viel mehr erschließen kann. Aus dem Geschlecht Davids stammt Jesus. Auf ihn ist Verlass. Mehr geht nicht für unser Leben.

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