Andachten

Andacht

Andacht 27.06.2021

27. Juni 2021 | Elí Diez-Prida

Andacht 27.06.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

[David betet:] Erst wollte ich meine Schuld verheimlichen. Doch davon wurde ich so
schwach und elend, dass ich nur noch stöhnen konnte. Tag und Nacht bedrückte mich
deine strafende Hand, meine Lebenskraft vertrocknete wie Wasser in der Sommerhitze.

Als Kind zerstörte ich beim Spielen versehentlich eine besonders wertvolle Vase. Die Scherben versteckte ich gut, aber das nagende Gewissen konnte ich nicht zur Ruhe bringen. Wie erleichtert war ich, als alles zutage trat – trotz der zu erwartenden Strafe! Was David so schwer zu schaffen machte, ist Bibellesern gut bekannt: Zuerst nahm er sich die Frau eines anderen und dann sorgte er dafür, dass der betrogene Ehemann (einer seiner treuen Soldaten) in der Schlacht getötet wurde. Und ich frage mich: Wie konnte David so tief fallen? Ist das nicht der David gewesen, der einige Jahre zuvor auf der Flucht vor Saul schon Gewissensbisse bekam, als er ihm im Schlaf einen Zipfel des Gewandes abschnitt (1 Sam 24)? Ja, es ist dieselbe Person und doch nicht derselbe David: Denn inzwischen war er ein mächtiger König geworden. Der Erfolg und die Macht hatten ihn verändert. Als König gehörte ihm alles. Selbst die Soldaten waren sein Eigentum und auch deren Ehefrauen. Der Umgang mit der Macht hatte Davids Gewissen abstumpfen lassen. Und das Denken und Handeln der Mächtigen seiner Zeit, die ohne Gott lebten und regierten, hatten ihn geprägt. Welch warnendes Beispiel ist das für jeden von uns, der im Kleinen oder im Großen, in der Familie, der Firma oder der Kirche Leitungsverantwortung trägt – sei es im Umgang mit Menschen oder mit Finanzen! Macht zu haben, kann unser Gewissen abstumpfen lassen! Das Tröstende bei David ist, dass Gott ihn nicht fallen ließ. Er musste die Folgen seiner Sünde tragen, aber Gott vergab ihm: „Da endlich gestand ich dir meine Sünde … Und wirklich: Du hast mir meine ganze Schuld vergeben!“ (V. 5 Hfa) Man kann fast hören, wie ihm die Last der Schuld wie ein riesiger Stein vom Herzen fällt! Und so beendet er sein so persönliches Lied mit den Worten: „Wer Gott den Rücken kehrt, der schafft sich Not und Schmerzen. Wer jedoch dem HERRN vertraut, den wird Gottes Liebe umgeben.“ (V. 10 Hfa) Mögen wir heute deutlich spüren: Wir sind von Gottes Liebe umgeben!

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