Andachten

Andacht

Andacht 01.07.2021

01. Juli 2021 | Holger Hentschke

Andacht 01.07.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Jona sagte: „Werft mich ins Meer, dann wird es euch in Ruhe lassen. Ich weiß, dass dieser Sturm nur meinetwegen über euch gekommen ist.“

Ich stehe am Strand und beobachte das Wellenspiel. Eine seichte Dünung liegt vor mir und die Wellen plätschern an den Strand. Das Kind in mir erwacht, und ich versuche, immer näher an das Wasser zu gehen, ohne nasse Schuhe zu bekommen, so wie ich es früher in den Urlauben meiner Kindheit immer getan habe. Ich beobachte die Wellen und versuche abzuschätzen, wie weit ich mich vorwagen kann. Manche großen Wellen brechen sich nochmal vor dem Strand und kommen nicht weit aufs Land. Sie wecken den Eindruck, ich könne mich ruhig noch weiter nach vorn trauen, aber die kleinen, unscheinbaren Wellen kommen sehr weit auf den Strand und zwingen mich zum Rückzug. So ist es auch oft im Alltag: Manches baut sich groß vor uns auf und kommt doch gar nicht bei uns an, und die kleinen Problemwellen werden übersehen oder unterschätzt und sorgen für nasse Füße oder zwingen uns zurückzuweichen. Sie stellen sich als wahre Bedrohung dar und machen uns Angst. Als das Meer tobte, und die Seeleute die Ursache suchten, warum der Sturm so mächtig war, meldete sich Jona, der bis dahin geschwiegen hatte, und forderte die Seeleute dazu auf, ihn ins Meer zu werfen. Dass das der sichere Tod für ihn wäre, musste ihm wohl klar gewesen sein. Er war auf der Flucht vor Gott und hatte sich seinem Auftrag entzogen. In dieser schweren Situation mit hohem Wellengang traf Jona eine folgenschwere Entscheidung. Drei Kapitel weiter erleben wir einen ganz anderen Jona: Die Rizinusstaude, die Gott ihm als Schutz vor der Sonne hat wachsen lassen, verdorrt und Jona beschwert sich. Einmal setzt er sein Leben aufs Spiel und wird gerettet – eine mächtige Welle, der er sich stellte. Ein anderes Mal scheint ihm die Sonne zu stark und er ist unzufrieden über diese unscheinbare, kleine Welle, die ihm doch nasse Füße bereitet. Lässt du dich auch von den kleinen Wellen herausfordern und überraschen, oder weichst du ihnen aus, beschwerst dich und siehst sie nicht als Möglichkeit zur Veränderung an? Ich wünsche dir heute den Weitblick, um zu erkennen, welches Potenzial in den Wellen steckt, die dir begegnen – mit Gottes Hilfe.

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