Andachten

Andacht

Andacht 16.07.2021

16. Juli 2021 | Stefan Hintze

Andacht 16.07.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Doch sie ließen nicht locker und wiederholten ihre Frage. Schließlich richtete er sich auf und sagte: „Wer von euch noch nie gesündigt hat, soll den ersten Stein auf sie werfen!“

Eine Freundin hatte sich nach langem Ringen von ihrem Mann getrennt und ihr Leben war dadurch aus den Fugen geraten. Sie fuhr mit anderen Christen in die Berge, um an einer christlichen Freizeit teilzunehmen, und nahm sich vor, über diesen Punkt ihres Lebens kein Wort zu verlieren. Während der Wanderungen sprach man über unterschiedliche Themen und bei einer Tour ging es dann letztlich auch um Ehe und Trennungen oder Scheidung. Ein Teilnehmer sagte ihr (ungefragt) seine Meinung zu diesem Thema: „Diese Menschen haben in unseren Gemeinden nichts verloren.“ Das traf sie im Innersten. War sie doch dort hingefahren um Abstand, Ruhe, Ermutigung und Kraft für ihre Situation zu finden. Wenn ich über diese Begebenheit nachdenke, frage ich mich, wie wir in unseren Gemeinden mit Scheitern und Grenzsituationen des Lebens umgehen. Zu manchen Themen, die heute relevant sind, finden wir keine klaren An- und Wegweisungen in der Bibel. Dennoch können wir erfahren, wie Jesus mit Menschen in solchen Lebenslagen umging. Wenn ich an die Frau am Jakobsbrunnen denke, suchte er bewusst den Umgang, sie kamen ins Gespräch und durch ihr Zeugnis wurden viele Menschen gläubig. Bei der Jesus vorgeführten Ehebrecherin wandte er den Fokus von der Frau hin zu den Anklägern. Auch dieser Gedanke scheint mir im Umgang mit anderen Menschen hilfreich. Und wie damals wird dann schnell deutlich, dass keiner von uns in der Lage ist, einen „Stein zu werfen“. Nachdem alle Ankläger abgetreten waren, richtete sich Jesus auf und sprach zu ihr: „So verdamme ich dich auch nicht; geh hin und sündige hinfort nicht mehr.“ (Joh 8,11) Jesus vergibt hier und weist darauf hin, es zukünftig anders zu machen. Damit ist weder die Lage der Ehebrecherin noch unsere Situation aussichtslos. Wir können die Zukunft gestalten. Hierfür braucht es in manchen Situationen vor allem Liebe, Annahme und Unterstützung in Grenzsituationen des Lebens. Ich wünsche uns Gottes Segen, Weisheit und Führung für den Umgang mit eigenen Lebenskrisen, wie auch für das Miteinander und die Begleitung unserer Mitmenschen. 

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