Andachten

Andacht

Andacht 19.07.2021

19. Juli 2021 | Holger Teubert

Andacht 19.07.2021

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Der HERR hat mich verlassen, der HERR hat meiner vergessen. Kann auch eine Frau ihr Kindlein vergessen, dass sie sich nicht erbarme über den Sohn ihres Leibes? Und ob sie seiner vergäße, so will ich [Gott] deiner doch nicht vergessen.

Der Regionalzug nach Salzgitter-Ringelheim hielt in Salzgitter-Bad. Dort stieg eine Mutter mit mehreren Kindern aus. Versehentlich blieb jedoch die 8-jährige Tochter im Zug zurück. Als sie merkte, dass ihre Mutter mit den Geschwistern ausgestiegen war, fuhr die Bahn bereits wieder. Das Mädchen geriet in Panik und fing an zu weinen. Eine junge Frau beruhigte und tröstete die Achtjährige und rief in Absprache mit dem Zugbegleiter die Polizei. Zusammen mit dem Mädchen stieg sie in Ringelheim aus, wartete auf die Polizei und begleitete das Mädchen sogar noch im Streifenwagen zurück nach Salzgitter-Bad, wo sich Mutter und Tochter wieder in die Arme schließen konnten. Eine rührende Geschichte. Gott handelt ähnlich wie die junge Frau, selbst wenn es nicht immer so aussieht. In der Bibel ist von Menschen die Rede, die sich in schweren Lebenslagen von Gott alleingelassen fühlten. So klagte David: „Herr, wie lange willst du mich so ganz vergessen? Wie lange verbirgst du dein Antlitz vor mir?“ (Ps 13,2) Ein Feind bedrohte ihn und Gott schien auf sein Gebet um Schutz nicht zu reagieren. Trotzdem gibt David seinen Glauben nicht auf, denn in Psalm 13,6 lesen wir: „Ich traue aber darauf, dass du so gnädig bist; mein Herz freut sich, dass du so gerne hilfst. Ich will dem Herrn singen, dass er so wohl an mir tut.“ Selbst Jesus kannte dieses Alleingelassensein. Als Christus am Kreuz hing, rief er, bevor er starb: „Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?“ (Mt 27,46) Jesus wusste, dass ihm am Kreuz die totale Trennung von seinem himmlischen Vater bevorstand, als er die Schuld der Menschheit auf sich nahm. Doch gab es keinen anderen Weg, um die Menschen zu retten. Auch wir können in Situationen geraten, in denen wir uns von Gott verlassen fühlen. Wir beten so ernst wie vielleicht noch nie, aber der Herr reagiert nicht. In solchen Zeiten sollten wir wie David an dem Versprechen Gottes festhalten, dass er uns nicht vergessen hat, sondern uns, wie die junge Frau das kleine Mädchen, nach Hause bringen will.

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