Andachten

Andacht

Andacht 23.07.2021

23. Juli 2021 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 23.07.2021

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Und er [Petrus] sprach zu ihnen: Ihr wisst, dass es einem jüdischen Mann nicht erlaubt ist, mit einem Fremden umzugehen oder zu ihm zu kommen; aber Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.

In ihrer lesenswerten Autobiografie Becoming: Meine Geschichte beschreibt Michelle Obama neben dem Leben im Weißen Haus auch die Herausforderungen des Daseins, denen sie als Farbige und als Frau ausgesetzt war. Wobei ihre diskriminierenden Erfahrungen beide Identitäten betrafen. So wollte man sie vom Besuch der Princeton University ausschließen, weil sie „kein Princeton-Material“ sei. Als es ihr durch gute Leistungen gelungen war, sich doch an der Universität einzuschreiben, beschwerte sich die Mutter ihrer Kommilitonin Cathy, dass ihre Tochter mit einer farbigen Studentin einen Raum teilen müsse, worauf Cathy ein anderes Zimmer bekam. Der Kommilitonin war das Ganze so peinlich, dass Michelle von der Geschichte erst nach Abschluss ihres Studiums erfuhr. Es scheint so, als seien Rassismus, Diskriminierung, Verachtung, Ausgrenzung, Geringschätzung, ja sogar die Ermordung von Menschen anderer Hautfarbe, Religion, Kultur, Bildung etc. unausrottbar. Selbst Petrus, Apostel Jesu Christi, war nicht in der Lage umzudenken, obwohl er das Beispiel seines Herrn und Meisters vor Augen hatte, der jedem Menschen mit Respekt und Zuneigung begegnete. Um diesem unbelehrbaren Petrus eine Lektion zu erteilen, griff der Herr zu einer ungewöhnlichen Maßnahme (V. 9–16). In einer Vision forderte er den Apostel drei Mal auf, unreine Tiere zu verzehren. Für einen frommen Juden unmöglich! Das war eine deutliche Ermahnung: „Petrus, du behandelst manche deiner Mitmenschen wie unreine Tiere.“ Petrus verstand die Botschaft. „Gott hat mir gezeigt, dass ich keinen Menschen gemein oder unrein nennen soll.“ Es geht nicht um die Frage der Ernährung, sondern um die Begegnung mit dem römischen Hauptmann Kornelius, der an Gott glaubte und mehr vom Evangelium hören wollte. Es geht um Respekt vor der Würde jedes Menschen, einfach, weil er ein Mensch ist, jemand, den Gott liebt und dem er sich zuwendet – ein Mensch wie ich, der für Gott unendlich wertvoll ist.

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