Andachten

Andacht

Andacht 25.07.2021

25. Juli 2021 | Sieglinde Wilke

Andacht 25.07.2021

Bildnachweis: Fraenzel / photocase.de

Ich habe dich bei deinem Namen gerufen; du bist mein!

Dieser Text wurde vor fast 50 Jahren als mein Tauftext in meine Taufurkunde geschrieben. Zu Anfang begeisterte mich diese Aussage, die ursprünglich dem Volk Gottes galt, überhaupt nicht. Das lag daran, dass ich mit der Auswahl meines Vornamens nicht glücklich war. Ein Name, der „Sieg“ und „Kampf“ bedeutet – für ein kleines, zartes Mädchen –, das war für mich immer eine Herausforderung und zugleich ein Dilemma. Ich legte mir Abkürzungen und Spitznamen zu. Doch später begriff ich die Aussage des Textes, nahm sie ganz persönlich und war von dem Inhalt tief beeindruckt. Gott ruft mich bei meinem Namen. Er findet meinen Namen weder unpassend noch verschroben. Er adelt ihn sogar durch seine Nennung. Es gibt viele Begebenheiten in der Bibel, in denen Gott Menschen, die eine besondere Aufgabe bekamen oder deren Leben eine Kehrtwendung genommen hatte, einen neuen Namen gibt bzw. den alten abändert. So wurde aus Abram Abraham, aus Sarai Sara und aus Saulus Paulus. Ich darf meinen Namen behalten. Ich will ihn auch behalten, denn wenn Gott mich ruft, will ich mich angesprochen fühlen. Er verwendet keine Kosenamen, Spitznamen oder Künstlernamen, sondern wenn er meinen Namen ruft, dann ist das gut und dann darf ich mich ohne Wenn und Aber angesprochen fühlen, denn er meint mich. Er hat mich besonders lieb als sein einzigartiges Kind. Der zweite Teil des Textes verstärkt diese Aussage noch. Gott identifiziert sich so sehr mit mir, dass ich nicht nur sein Kind sein darf, sondern viel mehr: Ich bin sein Eigen. Ich bin wie sein Augapfel, sein eigen Fleisch und Blut. Das erscheint mir nicht einengend oder beklemmend, sondern ich empfinde das als etwas Großartiges und Bewahrendes. Ich gehöre dem Vater im Himmel. Ich gehöre zu ihm und er hält mich in seiner Hand, egal was ich tue und wo ich mich befinde. Das beschreibt dann der nachfolgende Vers 2: „Wenn du durch Wasser gehst, will ich bei dir sein, und wenn du durch Ströme gehst, sollen sie dich nicht ersäufen.“ Das baut mich auf und macht mir Mut, meinen Namen nicht nur zu akzeptieren, sondern mit Stolz zu tragen.

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