Andachten

Andacht

Andacht 01.08.2021

01. August 2021 | Lothar Wilhelm

Andacht 01.08.2021

Bildnachweis: suschaa / photocase.de

Einige von den führenden Männern sagten deshalb zu dem Geheilten: „Heute ist Sabbat, da darfst du deine Matte nicht tragen!“

„Das darfst du nicht!“ Dieser Satz klingt besonders Kindern in den Ohren. Wir streiten zwar heute nicht mehr darüber, ob man am Sabbat eine Schlafmatte tragen darf, doch es gibt beispielsweise Diskussionen darüber, wie das Sabbatgebot ausgelegt und ausgelebt wird. Gerade in der Hektik des Lebens unserer Zeit kommt diesem Gebot eine besondere Bedeutung zu und es muss gefragt werden, was erlaubt ist und was nicht, oder? Genauso verhält es sich mit der Ehrlichkeit und Treue in der Ehe. Ist es nicht zwingend notwendig zu fragen, was man darf und was nicht? Gewiss, aber wenn wir so fragen, sollten wir zunächst die Begebenheit mit Jesus am Teich Betesda näher betrachten: Viele Jahre lang hatte ein Mann an diesem Teich gelegen. Jesus sah ihn und fragte: „Willst du gesund werden?“ (V. 6) Natürlich wollte er! Aber seine bittere Antwort lautete: „Herr, ich habe keinen, der mir in den Teich hilft, wenn das Wasser sich bewegt. Wenn ich es allein versuche, ist immer schon jemand vor mir da.“ (V. 7 GNB) Jesus half ihm und geheilt verließ der Mann die Stätte seines Leidens, seine Schlafmatte unter dem Arm. Dies fiel den Frommen jener Zeit sofort auf: Er trägt eine Matratze, obwohl doch das Transportieren von Lasten am Sabbat nicht erlaubt ist! Er übertritt das Gesetz, das darf er nicht! Diese Tatsache fällt den Frommen auf? Hatte der Mann nicht lange dort am Teich gelegen, ohne dass sie bemerkten, wie sehr er ihre Hilfe brauchte? Das war ihnen wohl entgangen. Was fällt uns eher auf? Wenn jemand Fehler macht oder wenn jemand Hilfe braucht? Spüren wir, wohin Jesus unseren Blick lenken möchte? „Sündige hinfort nicht mehr“, sagte Jesus später zu dem Geheilten (V. 14 SLT). Die Warnung vor der Sünde gehört zum Evangelium. Darum ist es wichtig zu fragen, was wir nicht dürfen. Doch wie viel Sünde bliebe ungeschehen, würden die Frommen nicht abwartend und beobachtend auf Distanz bleiben, sondern vielmehr Anteil nehmen und helfend anpacken? Herr, wende meinen Blick ab von der ängstlichen Frage, was man gerade noch darf und was man alles nicht mehr darf. Lass mich die Menschen sehen, die meine Nähe und Hilfe brauchen.

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