Andachten

Andacht

Andacht 02.08.2021

02. August 2021 | Nicole Günther

Andacht 02.08.2021

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Ich blicke zum Himmel und sehe, was deine Hände geschaffen haben: den Mond und die Sterne – allen hast du ihren Platz zugewiesen.

Es ist die Nacht vom 13. zum 14. August 2018. Zwei Wochen nachdem die längste Mondfinsternis des Jahrhunderts stattgefunden hat, ist für diese Nacht ein gewaltiger Meteorsturm, sogenannte Perseiden vorhergesagt. Ich sitze am offenen Fenster und beobachte gebannt den wolkenlosen klaren Himmel mit seinen unzähligen Sternen. Deutlich sehe ich Sternenbilder wie den großen und kleinen Bären, Orion, Kassiopeia oder den hell strahlenden Polarstern. Auch den Planeten Mars kann man deutlich mit bloßem Auge erkennen. Plötzlich wird dieser prachtvolle Himmel immer wieder von vielen Sternschnuppen übersät. Dies geschieht, wenn Meteore so klein wie Reiskörner als Staubteilchen in der Hochatmosphäre verglühen. Jedes Mal durchfährt mich ein Schauer beim Beob-achten dieses großartigen Naturspektakels. Fledermäuse schwirren vor dem Fenster auf ihrer Jagd an mir vorbei und alles ist unglaublich friedlich, still und idyllisch. Geräuschlos zieht eine weitere Sternschnuppe ihre lange Bahn über den überwältigenden Nachthimmel und mich erfüllt ein tiefes, ehrfürchtiges Gefühl meinem Schöpfer gegenüber. Das Weltall ist für mich absolut faszinierend und beeindruckend, aber dennoch ist das Universum viel kleiner als unser großer, genialer, wundervoller, einzigartiger Gott. Er hat dieses unergründliche All mit sämtlichen Galaxien und Planeten, unserer Erde und allen Wesen geschaffen. Er selbst sagt, dass der Mensch nach seinem Bilde geschaffen ist. Ist dies nicht auch unbegreiflich und gleichzeitig absolut großartig? Der Mensch ist das Sahnehäubchen der gesamten irdischen Schöpfung und jeden einzelnen Menschen liebt Gott als sein Kind. Ich bekomme bei dem Gedanken eine Gänsehaut und wie ein Fingerzeig erstrahlt in diesem Moment eine sehr lange, besonders helle Sternschnuppe den Himmel. Genau in diesem Moment ist Gott da und er war es schon immer. Er hat mich geformt, gewollt und möchte mir nahe sein. Genau dies gilt auch dir. Vielleicht schaust du in der nächsten sternenklaren Nacht einmal bewusst in den Himmel und erkennst in dieser Unendlichkeit Gottes unendliche Liebe zu dir.

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