Andachten

Andacht

Andacht 03.08.2021

03. August 2021 | Eberhard Schulze

Andacht 03.08.2021

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

[Gott] hat alles schön gemacht zu seiner Zeit, auch hat er die Ewigkeit in ihr Herz gelegt; nur dass der Mensch nicht ergründen kann das Werk, das Gott tut, weder Anfang noch Ende.

Auf dem Campus der Theologischen Hochschule Friedensau befindet sich zwischen der Bibliothek und dem Gästehaus ein kleines Biotop, keine 100 m² groß. Ein großer Teil des Wassers ist von Seerosen und Schilf bedeckt. Die Gestalter des Biotops beschreiben es auf einer Hinweistafel: Eine Fülle von Kleinstlebewesen tummeln sich am und im Wasser, so zum Beispiel Wasserläufer, Taumelkäfer, Gelbrandkäfer und deren Larven, Wasserwanzen, Wasserskorpione, Wasser-asseln, Springschwänze, Larven von Eintagsfliegen, Rückenschwimmer, Wasserspinnen und Schlammschnecken. Libellen bewohnen Wasserpflanzen. Vögel benutzen das Biotop als Tränke. Die Randbereiche dienen Honigbienen als Bienentränke. Wenn uns schon einige Quadratmeter eine Vielfalt der Schöpfung offenbaren, wie viel mehr verdeutlicht die gesamte Schöpfung die Größe und Herrlichkeit Gottes! Alle Lebewesen – Pflanzen und Tiere – sind aufeinander angewiesen. Gott brachte durch seine Allmacht die Schöpfung als ein gewaltiges Biotop hervor. Anfangs war da kein Fressen-und-gefressen-Werden. Alle Pflanzen und Tiere waren voneinander abhängig. Es herrschte Frieden im umfassenden Sinne. Es gab kein Gegenein-ander, nur ein ausnahmsloses Miteinander. Mit dem Sündenfall der Menschen veränderten sich nicht nur die Fressgewohnheiten der Tiere. Vielmehr kam es vor, dass sich der Mensch seiner Verantwortung als Bewahrer und Herrscher der Schöpfung nicht mehr bewusst war. Zwar ist unsere Schöpfung immer noch ein gewaltiges Biotop, jedoch ein existenziell bedrohtes. Gott hat ein Verlangen nach Ewigkeit in unser Herz gelegt. Er wird ein „neues Biotop“ schaffen. „Der glühende Sand verwandelt sich zum Teich und im dürren Land sprudeln Wasserquellen. Wo jetzt Schakale ihr Lager haben, werden dann Schilf und Riedgras wachsen. Eine feste Straße wird dort sein, den ‚heiligen Weg‘ wird man sie nennen … Auf dieser Straße gibt es keine Löwen, kein Raubtier ist auf ihr zu finden; nur die geretteten Menschen gehen dort.“ (Jes 35,7–9 GNB) Lasst uns gemeinsam auf dieses „neue Biotop“ hoffen. 

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