Andachten

Andacht

Andacht 08.08.2021

08. August 2021 | Holger Hentschke

Andacht 08.08.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Meine Vorschriften sollt ihr befolgen und euch nach meinen Ordnungen richten! Ich bin
Jahwe, euer Gott!

Wenn ich von der Bremer Innenstadt nach Hause fahre, benutze ich eine Straße mit zwei Fahrstreifen pro Fahrtrichtung. An einer Engstelle werden die zwei zusammengeführt, allerdings ohne ein vorheriges Verkehrszeichen. Erst direkt an der Stelle ist auf der Fahrbahn ein Engpass aufgemalt. Ortsunkundige Fahrer tun sich da natürlich schwer. So auch an diesem Vormittag. Ein Auto mit einem Kennzeichen, das darauf schließen lässt, dass der Fahrer sich nicht auskennt, hielt voll auf den Engpass zu. Gerade noch einem Unfall entronnen, kam es aber zu einem lautstarken Hupkonzert und abrupten Bremsungen. Während ich das Treiben vor mir beobachte, fällt mir eine Parallele ein. Gottesdienste werden auch oft von Gästen und Freunden besucht, die nicht genau wissen, wie der Ablauf von Liedern, Gebeten und Predigt ist. Selbst mir als Mitglied einer Kirche, der Adventgemeinde, fehlt gelegentlich – vor allem, wenn ich in anderen Städten oder Ländern unterwegs bin – der Hinweis, was wann dran ist. Und so wie dem Autofahrer, der unwissentlich in einen Engpass fuhr, geht es mir dann manchmal auch. Was kommt jetzt, ein Lied oder ein Gebet? Wird dabei aufgestanden oder sitzen geblieben? Erstmal beobachten, was der Vordermann macht. Die meisten fühlen sich nicht wohl, wenn sie nicht wissen, was als Nächstes geschieht, oft aus Angst, sich zu blamieren; dabei bräuchte es ja nur angesagt werden. Auch dass es eine Pause gibt und wie lang sie ist, ist eine hilfreiche Information. Die Ordnungen, von denen Gott im Eingangstext spricht, waren als Grundlage für ein strukturiertes und friedliches Miteinander gedacht. Das ist vor allem dann nötig, wenn es viele Menschen betrifft. Dank dieser Strukturen hatten alle die gleiche Grundlage, an der sie sich orientieren konnten. Gott selbst sorgte dafür, indem er sie für alle verständlich und klar formulierte. Machen wir unsere Gottesdienstabläufe für Gäste und Besucher doch transparent, und geben wir so jedem die Möglichkeit, sich zurechtzufinden und wohlzufühlen. So kann jeder ein Teil vom großen Ganzen werden.

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