Andachten

Andacht

Andacht 10.08.2021

10. August 2021 | Alexander K.

Andacht 10.08.2021

Bildnachweis: lama-photography / photocase.de

Ja, er ließ euch eure Abhängigkeit spüren, indem er euch hungern ließ. Dann gab er euch Manna zu essen, das ihr und eure Vorfahren bis dahin nicht kanntet. Dadurch wollte er euch zeigen, dass der Mensch mehr als nur Brot zum Leben braucht. Er lebt auch von jedem Wort, das aus dem Mund des Herrn kommt.

Neulich haben wir uns als Familie mitten in der Woche ein leckeres Frühstück mit frischen Brötchen, Croissants und Ei gegönnt. Mit einem gesättigten Gefühl im Bauch stieg ich in meinen Pendlerzug und las eine Andacht auf meinem E-Book-Reader. Sie erinnerte mich daran, dass „[der] Mensch … nicht vom Brot allein [lebt]“ (Mt 4,4). Das saß – ein Schlag in den vollen Magen sozusagen. Der Bibeltext bildet die Grundlage für das neutestamentliche Zitat Jesu. Nahrung und Wasser gehören zweifellos zu den wichtigsten Grundlagen, wenn ein riesiges Volk durch karges, wüstenähnliches Land zieht. Ohne diese Dinge hält man es nicht lange aus, wie meine Frau und ich in der heißen Sommerhitze Israels bereits erfahren haben. Dennoch sagt Gott dem Volk, und Jesus wiederholt es später in der Wüste: Das ist nicht alles, was du zum Leben brauchst. Aber wie hat Gott diese Botschaft mithilfe des täglichen Mannas vermittelt? Ich denke dabei an die Sabbat-Erfahrung mit diesem „Himmelsbrot“. An jedem siebten Tag gab es kein frisches Manna und nur an diesem Tag hielt sich das Brot vom Vortag. Wer sich also am Tag zuvor keine Reserve angelegt hatte, erfuhr, wie es ist, mit einem hungrigen Magen zu Bett gehen zu müssen. Und zwar, weil er nicht auf das Wort Gottes geachtet hatte. Ich wünsche mir manchmal, Gott hätte uns nicht nur fürs Essen einen sensiblen Sinn gegeben. Es gibt nur wenige Mahlzeiten, die ich wirklich auslasse, für das tägliche Bibellesen fehlt mir oft dieser natürliche Reiz, der mich auf eine mögliche Unterversorgung hinweist. Vielleicht mahnt uns der Bibeltext deshalb, dass unser Leben nicht nur durch genügend Brot erhalten wird. Wenn wir also unser tägliches Essen genießen, sollen wir uns gleichzeitig daran erinnern, dass eine wichtigere Nahrung für uns bereitsteht: Jesus, das Brot des Lebens. Durch sein Wort möchte er uns jeden Tag versorgen – unabhängig von einem vollen oder leeren Magen. 

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