Andachten

Andacht

Andacht 15.08.2021

15. August 2021 | Thomas Lobitz

Andacht 15.08.2021

Bildnachweis: Monika Breiholz

Ich lebe, doch nun nicht ich, sondern Christus lebt in mir.

In christlichen Gesprächsgruppen oder Hauskreisen kommt zuweilen die Frage auf: „Wie kann ich Gott erfahren?“ Oder: „Ich glaube zwar an Gott, aber woran merke ich, dass er da ist?“ Meist werden die klassischen Antworten gegeben: Gott begegnet uns in der Schönheit der Natur, er spricht zu uns durch die Bibel und er hat sich in Jesus Christus offenbart. Alles richtig! Aber vielen Gläubigen reichen diese Antworten nicht. Sie wollen Gottes Anwesenheit spüren. Wenn man dieses Anliegen negativ betrachtet, könnte man darin einen Mangel an Glauben feststellen. Ist der Glaube nicht „eine feste Zuversicht dessen, was man hofft, und ein Nichtzweifeln an dem, was man nicht sieht“ (Hbr 11,1)? Also geht es gar nicht darum, Gottes Gegenwart irgendwie zu spüren, sondern trotz fehlender Sinneseindrücke zu glauben, dass er da ist, und ihm zu vertrauen. Man kann aber den Wunsch, Gott zu spüren, auch positiv aufnehmen und auf einen Aspekt im Wirken Gottes verweisen, der manchmal übersehen wird: Christus, Gottes Sohn, lebt in mir. Ist eine solche Aussage anmaßend? Der Apostel und Missionar Paulus formulierte sie im heutigen Bibeltext. Wenn ich diesen Vers auch auf mich beziehe, woran merke ich das dann? Daran, dass ich mich verändere. Einige Kapitel weiter schrieb Paulus: „Der Geist Gottes dagegen lässt als Frucht eine Fülle von Gutem wachsen, nämlich: Liebe, Freude und Frieden, Geduld, Freundlichkeit und Güte, Treue, Bescheidenheit und Selbstbeherrschung.“ (Gal 5,22–23 GNB) Hier taucht jedoch ein Problem auf: Wenn mir auffällt, dass ich im Hinblick auf die „Frucht des Geistes“ Fortschritte gemacht habe, ist der geistliche Hochmut nicht weit. Wenn ich mich selbst für gut befinde, stehe ich in der Gefahr, dies als Ergebnis eigener Anstrengungen zu sehen – und das wäre eine Form der Werkgerechtigkeit, gewissermaßen durch die Hintertür. Besser wäre es, wenn meine eigene Veränderung vor allem anderen Menschen auffiele. Sie sind es ja, die von der Frucht des Geistes profitieren. Schließlich macht sie mich zu einem liebesfähigeren Menschen. Und dadurch, dass dies geschieht, erfahren andere Gott und spüren sein Wirken. 

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