Andachten

Andacht

Andacht 17.08.2021

17. August 2021 | Claudia Mohr

Andacht 17.08.2021

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Denn der Herr ist meine Kraft, er hat meine Füße wie Hirschfüße gemacht und führt mich über die Höhen.

Es will einfach nicht gelingen. Wir versuchen es schon seit Jahren, leider ohne Erfolg. Unsere Kleine kann einfach kein Laufrad fahren. Schon das Prinzip des Lenkens versteht sie nur ansatzweise und sie wird wütend, wenn das Rad nicht dahinfährt, wo sie hinmöchte. Noch schwieriger ist es mit der Balance. Das hat sie noch nicht verstanden. So haben wir uns einen Trick ausgedacht und hinten eine Haltestange an das Rad montiert. Jetzt können wir sie schieben und festhalten, wenn sie umzufallen droht. Auf Dauer hilft ihr das nicht, mit der Balance zurechtzukommen. Allein ihren Kummer, es immer noch nicht zu können, haben wir so etwas abgemildert. Aber es ist und bleibt ein (Selbst-)betrug. Den Reiz und die Freiheit des selbstständigen Fahrens hat unsere Tochter noch nicht erleben dürfen. So wirft sie das Rad nach einer Weile frustriert zur Seite und verkündet: „Lieber zu Fuß laufen!“ Diese Tatsache ist schmerzhaft und kann als modernes Gleichnis dienen. Geht es uns im Glauben oft nicht ebenso? Wir mühen uns ab, geben unser Bestes und kommen einfach nicht vorwärts. Wir wollen gläubig leben, nehmen aber nie richtig Fahrt auf. Dann sehen wir andere, denen es anscheinend mühelos gelingt und suchen im Selbstbetrug einen Ausweg. „Ach, geht doch schon irgendwie!“ „So schlimm ist es ja auch nicht!“ Manch einer mag sogar zu dem Ergebnis kommen: „Dann lass ich es lieber!“ und den Glauben zur Seite legen. Er verzichtet auf den Schwung und läuft lieber zu Fuß weiter. Was ist das Problem? Vielleicht liegt es daran, dass wir das Geheimnis der Balance noch nicht so ganz verstanden haben. Dann ist der Glaube tatsächlich eine Belastung und hat so gar nichts von einem „Höhenflug“ an sich. Gott möchte es anders. Er will, dass uns der Fahrtwind um die Nase bläst, wir kräftig in die Pedale treten und das unbändige Gefühl der Freiheit spüren können. So kann das Leben mit seiner Kraft zu einem echten Höhenerlebnis werden. Wenn wir also merken, dass es bei uns nicht ganz rund läuft, sollten wir stille werden und innehalten. Wir können unsere Verfehlungen bekennen und Gott bitten, uns die innere Balance wiederzugeben und neu auszurichten. Er wird uns die notwendige Kraft zum Weiterfahren geben und uns über die Höhen führen. Vertrauen wir darauf! 

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