Andachten

Andacht

Andacht 18.08.2021

18. August 2021 | Hartwig Lüpke

Andacht 18.08.2021

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Ich bin der Weinstock, ihr seid die Reben. Wer in mir bleibt und ich in ihm, der bringt viel Frucht; denn ohne mich könnt ihr nichts tun.

Hans Bruns (1885–1971), ein begnadeter Evangelist und Bibelübersetzer, erzählt in seinem Buch Nimm dir einen Augenblick Zeit (Gießen 1960, S. 9) von ei-nem Apfelbäumchen, das zum ersten Mal eine wunderschöne Frucht trug. Als der Junge des Hauses diesen Apfel beim Spielen vom Baum riss, erschrak er sehr. Er holte sich aus dem Nähkästchen seiner Mutter Zwirn und band den Apfel wieder an den Baum. Niemand bemerkte etwas, bis nach einigen Tagen dann doch der ganze Schwindel aufflog. Der Apfel, der keine lebendige Verbindung mehr zum Stamm hatte, sondern nur so dranhing, verlor alle Frische und starb schließlich ab. Es sah zwar für eine Weile so aus, als ob alles in Ordnung sei – die Zwirnsfadenverbindung konnte die echte Lebensverbindung aber nicht ersetzen. Ein anderes Beispiel: In dem bekannten Londoner Wachsfigurenkabinett, das ich vor etlichen Jahren besuchte, stand am Eingang ein Polizist aus Wachs. Er sah so verblüffend echt aus, als sei er tatsächlich ein englischer Bobby. Eine faszinierende optische Täuschung, die in mir aber ein Gefühl der Beklemmung hervorrief. Beklemmend wäre auch, wenn es Christen gäbe, die zwar echt aussähen, aber keine Verbindung zwischen ihrem Leben und Jesus bestünde. Es ist möglich, äußere, christliche Normen und Regeln zu befolgen, aber das Herz nicht mehr an Jesus selbst zu hängen. Wir könnten uns darin genügen, uns christlich zu präsentieren, so wie der Polizist aus Wachs. Das wäre jedoch kein Leben in Jesus und er könnte so keine Frucht in und durch uns wachsen lassen. Welchen Wert sollte unser Leben ohne Frucht besitzen, wenn wir selbst nicht reif würden und brauchbar für andere? Und wäre ein „So-tun-als-ob-Christentum“ für unsere Umwelt nicht eher abstoßend, wo sie doch Echtheit, Leben und Hoffnung sucht? Ich weiß, dass sich der Heilige Geist meiner Schwachheit annimmt, und alles vor Gott bringt (nach Röm 8,26). Ist mir seine Nähe ein tiefes Bedürfnis? Wenn die Lebensgemeinschaft mit Jesus für den Glauben so entscheidend ist, dann möchte ich sie suchen und pflegen. Sie wird geboren aus Gnade und Hingabe. Und sie gedeiht unter seinem Wort und im Gebet.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden