Andachten

Andacht

Andacht 19.08.2021

19. August 2021 | Peter Zaiser

Andacht 19.08.2021

Bildnachweis: raichinger / photocase.de

Denn das ganze Gesetz ist in dem einen Wort erfüllt (3. Mose 19,18): „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst!“ Wenn ihr euch aber untereinander beißt und fresst, so seht zu, dass ihr nicht einer vom andern aufgefressen werdet.

Am 28. Dezember 2011 sind Priester der griechisch-orthodoxen und der armenischorthodoxen Kirche in Bethlehem in Streit geraten. Die beiden Konfessionen teilen sich die Kirche über der Grotte, in der Jesus Christus geboren sein soll. Die Bereiche sind genau aufgeteilt und werden von den Priestern penibel gehütet. Beide Gruppen beschuldigten jeweils die andere beim Kirchenputz die vereinbarten Linien übertreten zu haben. Die Vorbereitung auf das Fest des Friedens (nach dem orthodoxen Kalender) eskalierte und sie schleuderten sich zornig Besenstiele entgegen. Die palästinensische Polizei musste die Zankenden mit Schlagstöcken voneinander trennen. Doch da es ja Männer Gottes waren, wurde niemand festgenommen. Vielleicht geht es uns auch manchmal so, dass wir mit Besenstielen werfen möchten. Dort, wo Menschen eng zusammenarbeiten, kommt es zu Konflikten. Es ist ein Teil der Gruppendynamik, dass wir einander immer besser kennenlernen und damit auch unsere Ansichten. Dabei sollten wir unterschiedliche Meinungen stehen lassen können, ohne dabei gleich gekränkt zu sein. Manchmal werden Linien bewusst oder unbewusst übertreten, die verletzend sind. Eine Gruppe, die zusammenarbeitet, steht immer wieder mal in der Gefahr auseinanderzubrechen. Wie können wir eine Gruppendynamik fördern, in der wir uns wohlfühlen, in der kein Beißen und Fressen herrscht, wie im heutigen Bibeltext? Zuerst ist das gemeinsame Ziel zu definieren. Welche Aufgabe haben wir und wie will sich der Einzelne einbringen? Zudem ist die gegenseitige Wertschätzung wichtig. Wenn eine Grundstimmung der Achtung vor dem anderen spürbar ist, können auch Konflikte leichter besprochen und gelöst werden. Und Drittens ist es sinnvoll verletzende Situationen mit den betreffenden Personen schnell zu klären und jene, die ständig nur kritisieren, in die Schranken zu weisen. „Liebe deinen Nächsten wie dich selbst.“ Ja, ich soll die Mitglieder in dem Gruppenprozess wertschätzen, mich aber auch selbst achten und schützen. Dann kommen wir hoffentlich gar nicht erst in die Situation, nach dem Besen zu greifen.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden