Andachten

Andacht

Andacht 28.08.2021

28. August 2021 | Martina Siefert

Andacht 28.08.2021

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Dich hat der HERR, dein Gott, erwählt zum Volk des Eigentums aus allen Völkern, die auf Erden sind.

Im Sportunterricht kündigte der Lehrer ein Ballspiel an. Zwei meiner Klassenkameradinnen wurden zu Mannschaftskapitänen ernannt und sollten ihre Spieler wählen. Ich war die Kleinste, trug eine dicke Brille und zudem waren Bälle nicht gerade meine besten Freunde. Name für Name wurden meine Mitschülerinnen aufgerufen und ich saß immer noch auf dem Bänkchen. Ein schreckliches Gefühl! Viele Jahrzehnte liegt das zurück, aber ich kann immer noch spüren, wie es ist, diejenige zu sein, die nicht oder zumindest erst ganz zum Schluss mit einem „Na ja, dann nehme ich dich halt noch“ gewählt wird. Ich hoffe, man hat sich heutzutage in den Schulen bessere Methoden ausgedacht, wenn Teams zusammengestellt werden sollen, denn bei dieser ist ja einer immer derjenige, dem bewusst wird: „Mich wollte keiner wirklich haben!“ Nicht so bei Gott! Die Bibel ist voll von Texten, in denen uns bestätigt wird, dass wir gewollt und geliebt sind. Zum Beispiel Jeremia 31,3: „Ich habe dich je und je geliebt, darum habe ich dich zu mir gezogen aus lauter Güte.“ Auch wenn der Text in seinem Ursprung dem Volk Israel gilt, spricht er doch seitdem über weit mehr als tausend Jahre gleichzeitig jeden einzelnen Leser persönlich an. Gott hat mich (und dich) schon geliebt, bevor ich nach ihm suchte: „Deine Augen sahen mich, da ich noch nicht bereitet war, und alle Tage waren in dein Buch geschrieben, die noch werden sollten und von denen keiner da war.“ (Ps 139,16) Mein Leben lag bereits in seiner Hand, als ich noch nicht mehr als ein vor sich hin wachsender Zellhaufen war. Schon da hat er sich auf mich gefreut und wusste, wer ich einmal werden würde: sein geliebtes Kind. Und obwohl er auch vom Beginn meines Lebens an meine Schwachstellen und die Momente meines Versagens kennt, liebt er mich, als wäre ich perfekt. Er ist der Mannschaftskapitän, der mich als Allererstes auswählt. Er will mich unbedingt in seinem Team haben und ruft meinen Namen. Und da es bei Gott mit unendlich großen Zahlen kein Problem gibt, stuft das meinen Mitmenschen auch nicht zurück, sondern gilt für jeden von uns genau gleich. Ist das nicht fantastisch? 

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