Andachten

Andacht

Andacht 10.09.2021

10. September 2021 | Hans Heinz

Andacht 10.09.2021

Bildnachweis: AllzweckJack / photocase.de

Freut euch mit den Fröhlichen, weint mit den Weinenden.

Brauchst du Zuspruch und Trost, weil es dir schlecht geht und du keine Kraft mehr zu haben glaubst? Wende dich an Sophia. Sophia ist ein Roboter, der mithilfe einer Kamera, die in einem seiner Augen montiert ist, im Stande ist, alle deine Gemütszustände wie Freude, Angst, Wut und Enttäuschung zu lesen. Er kann dir dann aus seinem einprogrammierten Wortschatz zum Thema Empathie, Trost und Ermutigung zusprechen. Wird so in Zukunft Mitmenschlichkeit kopiert und Seelsorge in Massenproduktion betrieben? Das, was einen technischen Quantensprung darstellt, erscheint in der Realität des menschlichen Miteinanders als gewaltiger Rückschritt, denn Sophias Trost und Zuspruch ist technisch „hergestellt“, aber nicht menschlich gefühlt. Darum gibt es auch in unserer Welt der Computer, Handys und Roboter keinen Ersatz für die vom Evangelium geforderte Zuwendung zum Mitmenschen oder für das persönliche Gespräch. Jesus hat uns diesen Umgang mit Menschen vorgelebt. Er fühlte mit ihnen und hatte Mitleid mit den Verirrten (Mk 6,34). Er verstand ihre Sorgen und liebte die Suchenden (Mk 10,17.21) und die Gefallenen (Lk 7,47–48). Er scheute sich auch nicht, die Ausgestoßenen der damaligen Gesellschaft anzunehmen und mit ihnen Tischgemeinschaft zu halten (Lk 15,1–2). Er hat uns den Auftrag zur Anteilnahme an den Lebenssituationen unserer Mitmenschen übertragen und es zu einem Merkmal christlicher Existenz gemacht (Lk 6,36). Gerade weil unser Leben immer technischer und unpersönlicher wird, bleibt das Vorbild Jesu aktuell. Er demonstriert uns den zeitübergreifenden Wert des Evangeliums. Auch oder gerade in einer hochtechnisierten Welt gilt es, die Menschen zu „sehen“, ihre Nöte zu begreifen und sie nicht alleine zu lassen. Zivilisatorisch sind wir mit Digitalisierung, Robotik und künstlicher Intelligenz weit vorgestoßen, menschlich sind wir in der Kälte von Industrie 4.0 nach wie vor weit zurückgeblieben. Lasst uns deshalb umso mehr Jesu Vorbild folgen, die Bedürfnisse unserer Mitmenschen bewusst wahrzunehmen und ihnen mit echter Mitmenschlichkeit zu begegnen.

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