Andachten

Andacht

Andacht 11.09.2021

11. September 2021 | Ralf Schönfeld

Andacht 11.09.2021

Bildnachweis: claudiarndt / photocase.de

Deine Augen sind zu rein, als dass du Böses ansehen könntest, und dem Jammer kannst du nicht zusehen! Warum siehst du dann aber den Treulosen zu und schweigst, wenn der Gottlose den verschlingt, der gerechter ist als er?

„Du lieber Gott – der Name klingt schon viel zu zahm –, du solltest wieder mal was tun und nicht so lahm nur lieben, trösten und vergeben, stets verzeih’n – hau doch lieber wieder mal so richtig rein! So, wie zu Moses Zeiten, als er die Ägypter schlug: Mit Mann und Maus ersoffen – schwupp, und weg der Spuk! Mit Hitler hat das damals viel zu lang gedauert. Es gibt genug Verbrecher – bist du ausgepowert?“

„Du lieber Mensch, du meinst, bei sechs Millionen Juden hätt ich eingreifen soll’n, eh’ die nach Auschwitz sie verluden? Okay, wie ist es dann bei ein paar Tausend Toten? Wie hoch müssen sie sein, die Todesquoten, dass du mich auf den Plan rufst? Reichen hundert? Du nickst? – Ich bin darüber nicht verwundert. Wie ist es bei zehn Opfern der Drogenmafia? Ich seh dich nicht lang zögern – die Antwort lautet: ‚Klar!‘ Und wenn es dann in einem Fall nur einer ist? Lohnt sich der Eingriff dann? Aha, ich seh, du bist der Meinung, selbst ein Toter ist zu viel. Was wär bei Kindesmissbrauch wohl dein Ziel? Eingreifen ebenso? Na gut, und falls die Frau geschlagen wird, dann geht’s dem Täter an den Hals? Was soll ich tun bei Rufmord? – Darf ich so was übergeh’n? Oder ist das nur halb so schlimm, das kann man überseh’n?

Wie steht es denn mit dir? Hast du die weiße Weste? Tust immer nur das Gute, ach, was sage ich, das Beste? Ich greife ein, okay, dann stehst du ohne Stimme da als Folge deiner miesen Art – so wolltest du es ja! Du hast gelogen? Dann schicke ich zum Beispiel Aids, – tja, so folgt die Strafe stets. Wann soll ich eingreifen, wie schlimm, in welchem Falle? Bedenke, Mensch, es gilt das gleiche Recht für alle ...“

Wie dankbar will ich sein, in meinem Falle! Ich lebe aus Vergebung – wie wir alle.

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