Andachten

Andacht

Andacht 12.09.2021

12. September 2021 | Albrecht Höschele

Andacht 12.09.2021

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Jabez war angesehener als seine Brüder. Und seine Mutter nannte ihn Jabez; denn sie sprach: Ich habe ihn mit Kummer geboren. Und Jabez rief den Gott Israels an und sprach: Ach dass du mich segnetest und mein Gebiet mehrtest und deine Hand mit mir wäre und schafftest, dass mich kein Übel bekümmere! Und Gott ließ kommen, worum er bat.

Vor der Haushaltsauflösung unserer verstorbenen Großmutter erhielten wir den Rat: „Lasst das doch eine Firma machen!“ Als sich aber unter der umfangreichen Sammlung plötzlich eine begehrte Liste unserer Vorfahren fand, war ich froh, alles selbst gesichtet zu haben. Wenn man die scheinbar langweiligen „Geschlechtsregister“ der Bibel aufschlägt, reizen diese einen auch nicht groß dazu, alles gründlich durch-zusehen. Doch plötzlich springt mir vielleicht eine Anmerkung ins Auge, bei der ich hellwach werde. Mich interessiert, was sich hinter solch einem Namen verbirgt. Was hat jenen Menschen wohl bewegt? Lebte er mit Gott? Und wenn ja, wie? Jabez ist so ein Beispiel, dessen Name übersetzt „Schmerz“ bedeutet. Von dem Trauma seiner Geburt erholte sich seine Mutter wohl nie. Man stelle sich vor, wie der Junge von anderen gemobbt wurde. Als Heranwachsender steuerte er dagegen – er betete. Betete mutig um Gottes Segen! Während man zu jener Zeit den Besitz als Indiz für Segen betrachtete, wünschte Jabez, dass seine persönlichen Grenzen, sein Horizont erweitert werden, um andere besser zu verstehen und Segen weiterzugeben. „Und Gott ließ kommen, worum er bat.“ Das ist auch für uns wichtig, damit unser Denken und Handeln nicht eng bleibt, sondern sich öffnet für unsere Mitmenschen. Dann bat er noch, Gottes schützende Hand möge mit ihm sein, dass ihn „kein Übel bekümmere.“ Nur mit Gottes Hilfe kann man sich von dem einen oder anderen „Stempel“ der Kindheit befreien. Der hier gewählte Begriff des Unheils oder Übels erinnert mich an Jesu Gebet im Neuen Testament, dem Vaterunser, in dem es nach einer älteren Übersetzung heißt: „­Erlöse uns von dem Übel.“ Diese Geschichte macht mir Mut, denn auch ich kann und möchte ohne diesen Gott nicht mehr leben. Wer wie Jabez irgendwann in seinem Leben „schlechte Karten“ gezogen hat, der muss sich nicht traurig zurückziehen, sondern darf mit Gottes Segen rechnen. 

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