Andachten

Andacht

Andacht 28.09.2021

28. September 2021 | Franz-Josef Eiteneier

Andacht 28.09.2021

Bildnachweis: boing / photocase.de

Ja, jeder kann sehen, dass ihr selbst ein Brief von Christus seid, den wir in seinem Auftrag geschrieben haben; nicht mit Tinte, sondern mit dem Geist des lebendigen Gottes; nicht auf steinerne Gesetzestafeln wie bei Mose, sondern in menschliche Herzen.

Wenn ich mir das so real vorstelle, wird mir mulmig zumute – ein lebendiger Brief Christi, ein Empfehlungsschreiben sozusagen, für alle lesbar. Ist das nicht eine viel zu große Verantwortung? Erinnerst du dich an Jigal, Palti, Gaddi oder Nachbi? Vermutlich nicht, und das ist auch keine Schande. Aber an Josua und Kaleb erinnerst du dich bestimmt. Alle diese Männer waren als Kundschafter im Land Kanaan gewesen. Jigal, Palti, Gaddi und Nachbi hatten das Gleiche gesehen wie Josua und Kaleb. Die Berichte über das, was sie sahen, waren auch recht ähnlich – nur die Interpretation war sehr unterschiedlich. Die überwiegende Mehrheit der Männer resignierte und nahm die Riesen, die ihnen begegneten, als unbezwingbare Schwierigkeit wahr. Auch Josua und Kaleb sahen die Riesen, aber sie fürchteten sich nicht, denn sie vertrauten auf ihren allmächtigen Gott. Die beiden waren in diesem Augenblick die „lebendigen Briefe“, von denen das Volk überzeugt wurde. Wir können uns nicht einfach vornehmen, ab sofort lebendige Briefe zu sein, denn sie werden nicht mit Tinte und Feder geschrieben – aus eigener Kraft –, sondern vom Heiligen Geist selbst. Er bestimmt Inhalt und Form des Briefes, so wie auch ein Töpfer die Art und Form eines Gefäßes bestimmt. Paulus macht den Korinthern klar, dass sie durch den Dienst der Apostel ein Brief Christi geworden sind. Gott benutzte sie wie Josua und Kaleb und tut das auch heute noch mit uns. Als wir uns durch die Taufe für Jesus entschieden, gaben wir ihm gleichzeitig die Vollmacht, uns als Briefe für die Welt zu nutzen. Da stellt sich die Frage: Welche Botschaft ist bisher durch mich vermittelt worden? Die Botschaft Josuas und Kalebs oder die von Jigal, Palti, Gaddi und Nachbi? Josua und Kaleb vertrauten ganz auf Gott und seine Verheißungen. Dieses positive, Hoffnung spendende Botschaft wird auch heute dringend gebraucht. Wir können dazu beitragen, dass sie sich in unserem Umfeld genauso durchsetzt wie damals.

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