Andachten

Andacht

Andacht 30.09.2021

30. September 2021 | Wilfried Krause

Andacht 30.09.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Ihr seid das Licht der Welt. Es kann die Stadt, die auf einem Berge liegt, nicht verborgen sein.

Meine Frau wollte in die Stadt gefahren werden. Am üblichen Haltepunkt einer Einbahnstraße verließ sie das Auto. Als ich losfuhr, merkte ich, dass zwei haltende, fahrerlose Autos die ohnehin schon schmale Straße noch mehr einengten. Ein guter Fahrer hätte es sicher noch durch die Lücke geschafft, aber ich traute es mich nicht. Bereits wenige Sekunden später hupte ich, um meinem Unmut eine Stimme zu geben. Sofort meldete sich laut und verärgert ein älterer Herr, der gerade seine Einkaufsware aus dem Auto in die Wohnung gebracht hatte. Wütend auf so einen Ungeduldigen stieg er in sein Auto und fuhr davon und ich als ein „Licht der Welt“ hinterher.

Bereits am Vortag hatte ich mich dazu entschieden über den Bibelvers eine Andacht zu schreiben. Doch die gerade beschriebene Situation brachte mein Vorhaben ins Stocken. Wie konnte ich jetzt glaubhaft über dieses Bibelwort schreiben? Fast zu Hause angekommen, beschloss ich, den Mann mittags aufzusuchen und mich bei ihm zu entschuldigen. Der Herr zeigte sich überrascht und verzieh mir sofort. So wurde es in mir wieder hell.

Wenn Jesus von Licht sprach, dachte er nicht an eine LED-Lampe oder Glühbirne, sondern ein ölbetriebenes Leuchtobjekt mit einer Schnur als Energieleiter. Fehlte das Öl als Quelle, blieb es dunkel. Die Brücke zu uns heute ist einfach zu schlagen. Aus uns selbst sind wir nicht in der Lage, göttliches Licht wie Liebe, Freude, Frieden, Freundlichkeit und Geduld beständig und überzeugend strahlen zu lassen. Die Energiezufuhr geschieht durch den Heiligen Geist. Meine Aufgabe ist dabei, dem Herrn mitzuteilen, dass ich mich gern als Gefäß des Heiligen Geistes zur Verfügung stellen möchte: „Herr, fülle mich mit deinem Geist und zeige mir, wo es in meinem Leben Leitungsschäden gibt.“ Im eingangs geschilderten Erlebnis war meine Ungeduld zu groß, um in diesem Moment für Gott zu leuchten. Ein anderes Mal sind es vielleicht unbedachte Worte, die das Licht trüben.

Jesus setzte bei seiner Feststellung: „Ihr seid das Licht der Welt“ Leute voraus, die sich entschieden hatten, im Alltag mit Jesus zu leben. Wo das der Fall ist, kann der Herr selbst aus dunklen Momenten noch etwas Gutes machen, wie bei meiner Ungeduld.

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