Andachten

Andacht

Andacht 19.10.2021

19. Oktober 2021 | Elí Diez-Prida

Andacht 19.10.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Ich glaube; hilf meinem Unglauben!

Gerade habe ich eine Menge Überweisungen per Onlinebanking erledigt und hinterher darüber nachgedacht, wie groß mein Vertrauen in die Technik ist. Glücklicherweise habe ich bisher keine negative Überraschung erlebt. Kann eigentlich jemand Onlinebanking nutzen, der nicht „glaubt“, das heißt, der nichts und niemandem vertraut? Denn Glauben heißt Vertrauen! Wer ein Flugzeug betritt, vertraut darauf, dass beim Start keine Putzfrau im Cockpit sitzt, sondern ein ausgebildeter und erfahrener Flugkapitän. Jeder, der am modernen Leben teilnimmt, muss glauben! Selbst Atheisten glauben ja, dass es Gott nicht gibt, denn wissenschaftlich beweisen können sie ihre Annahme nicht (Atheismus ist Philosophie, keine Naturwissenschaft). Der heutige Bibelvers, der übrigens die Jahreslosung der Evangelischen Kirche für 2020 ist, gibt die Worte des verzweifelten Vaters eines kranken bzw. besessenen Jungen wieder. Nachdem die Jünger beim Heilungsversuch kläglich gescheitert waren, wandte er sich direkt an Jesus: „Wenn du aber etwas kannst, so erbarme dich unser und hilf uns!“ (V. 22) Das war ein ehrlicher Hilferuf, eine Mischung aus Glauben und Misstrauen. Verständlich nach der gerade erlebten Enttäuschung. Als Jesus ihn darauf ansprach (V. 23), „schrie der Vater des Kindes: Ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ (V. 24) Dieser Schrei kam aus der Tiefe seines Herzens: Ich will glauben, kann es aber allein nicht! Wie viel trauen wir Gott zu, wenn wir für ein sterbenskrankes Kind beten? Oder um die Heilung einer zerrütteten Beziehung? Oder wenn wir schon seit 10, 20, 30 Jahren für einen geliebten Menschen beten, dass er sein Leben Gott anvertraut? Vielleicht spüren wir den inneren Widerstreit zwischen dem Verstand (natürlich kann Gott alles!) und unserem Herzen, unseren Gefühlen (ob er das wirklich will?). Dann sollten wir uns im Gebet an Gottes Liebe und seine Versprechen klammern, „denn wir dürfen wissen: Gott ist größer als unser Herz und weiß alles, er kennt unser Bemühen wie unsere Grenzen“ (1 Joh 3,20 GNB). Wir können ihm sagen: Herr, ich will glauben, dass für dich nichts unmöglich ist, kann es aber noch nicht. Hilf mir, dir restlos zu vertrauen!

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