Andachten

Andacht

Andacht 23.10.2021

23. Oktober 2021 | Wiebke Ritz

Andacht 23.10.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Er war nicht das Licht, sondern er sollte zeugen von dem Licht.

„Sei die beste Version deiner selbst.“ Als ich diesen Satz erstmalig hörte, fühlte ich mich überwältigt von der Kraft, die in ihm liegt. Er spricht mir die Fähigkeit zu, über mich selbst hinauswachsen zu können, und dass es in meiner Hand liegt, das Beste aus meinem Potenzial zu machen; fokussiert auf den Glauben an mich selbst und die Chance, die Schritte so zu wählen, dass ich mir selbst zum Vorbild werde. Doch der Leitsatz setzt auch unter Druck, sich immer das Maximum abzuverlangen. Das erste Mal hörte ich ihn von Laura Malina Seiler, die ihn auch mit Meditation und der damit verbundenen Selbstbewusstwerdung verknüpft. Meine Meditation ist das Gebet, weil es das Aufgefangenwerden durch Gott beinhaltet. Ich erlebe mein Freigeben nicht als Monolog, sondern als Dialog. Das Entdecken meiner Selbstwirksamkeit ist der Schlüssel zu dem Vermögenspanorama, das in mir liegt. Johannes der Täufer war ein Meister darin, die beste Version seiner selbst zu sein, gerade weil er sich der Notwendigkeit der Gnade Gottes bewusst war. Offensichtlich gelang ihm das trotz aller Entbehrungen, weil er im ständigen Dialog mit Gott war. Er entwickelte sich zu jemandem, der sogar für den Messias gehalten wurde (Joh 1,21.25). Ihm schien bewusst gewesen zu sein, dass seine Wirkung nicht auf ihn selbst, sondern auf seine Befähigung durch Gott zurückzuführen war. Seine Strahlen waren es, die durch Johannes sichtbar wurden. Auch wenn ich es schaffen würde, aus eigener Kraft zur besten Version meiner selbst zu werden – ich würde mich wahrscheinlich voller Stolz in ihr verlieren. „Denn welchen Nutzen hätte der Mensch, wenn er die ganze Welt gewönne und verlöre sich selbst oder nähme Schaden an sich selbst?“ (Lk 9,25) Ein Monolog bleibt seinem monotonen Kreislauf unterworfen. Wiederkehr kann nur durch einen zweiten Blickwinkel durchbrochen werden. Zu einem wahren Geschenk werden mir meine Fähigkeiten erst, wenn ich zu ihnen befähigt werde; wenn ich die Gnade annehmen lerne, meinen Erwartungen nicht immer entsprechen zu müssen. Denn zu meinem besten Ich werde ich, wenn Gott durch das, was ich ihm zur Verfügung stelle, hindurch nach außen spricht. Er ist und bleibt das authentischste Licht. Das einzige, das für sich allein selbstwirksam ist.

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