Andachten

Andacht

Andacht 12.11.2021

12. November 2021 | Thomas Domanyi

Andacht 12.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Und Gott sprach: Es werde Licht! Und es ward Licht. Und Gott sah, dass das Licht gut war. Da schied Gott das Licht von der Finsternis und nannte das Licht Tag und die Finsternis Nacht. Da ward aus Abend und Morgen der erste Tag.

Zusammen mit dem Wasser und der Luft ist das Licht die grundlegendste Voraussetzung für alles Leben auf Erden. Es ist die erste augenfällige Erscheinung, welcher der Mensch sogleich bei seiner Geburt begegnet. Das erklärt die Umschreibung der Geburt des Menschen mit dem Bild: Er hat das Licht der Welt erblickt. Doch das Licht ist mehr als nur ein optisches Phänomen. Es ist Energie, welche die Pflanzen, Tiere und Menschen in Gang setzt und antreibt. Selbst der Tagesablauf folgt dem Rhythmus von Tag und Nacht. Das NON-24-Syndrom ist eine Schlaf-wach-Rhythmusstörung, unter der manche vollblinden Menschen leiden. Weil Licht nicht wahrgenommen werden kann, vermag der Körper nicht zwischen Tag und Nacht zu unterscheiden, was mitunter dazu führt, dass die Betroffenen nachts nicht schlafen können. Ihnen fehlt die sogenannte innere Uhr. In Anknüpfung daran beschreibt Johannes Jesus wie folgt: In ihm (Christus) war das Leben, und das Leben war das Licht der Menschen. ... Das war das wahrhaftige Licht, das alle Menschen erleuchtet, die in diese Welt kommen. (Joh 1,4.9) Welch eine kühne Umdeutung des Schöpfungsgeschehens! Johannes begreift den Bericht über den ersten Schöpfungstag nicht als Kosmologie als Erklärung über die Weltentstehung, sondern als Eintritt des menschgewordenen Sohnes Gottes in das Leben der Menschen. Das physikalische Licht macht die Welt zwar sichtbar, schafft aber keine Erkenntnis oder Einsicht. Um Sinn und Funktion der Umwelt zu erfassen, bedarf es eines Wahrnehmungsorgans und einer entwickelten Intelligenz, die das, was man sieht, auch erkennt und erfahrungsgemäß einordnet. Diese von innen gesteuerte Erfassung nennen wir Erleuchtung. Wer das Licht der Welt erblickt, sieht zwar, aber versteht noch nicht. Er ist orientierungslos. Um ihn dieser Verlorenheit zu entreißen, braucht er Erleuchtung. Woher komme ich? Wozu bin ich da? Johannes bezeugt: Christus ist das Licht, das alle Menschen erleuchtet. Er führt den Menschen vom Sehen zum Verstehen, vom Verstehen zum Vertrauen, vom Vertrauen zum neuen Bewusstsein, wie Paulus sagt: „Ist jemand in Christus, so ist er eine neue Kreatur; das Alte ist vergangen, siehe, es ist alles neu geworden.“ (2 Kor 1,17)

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