Andachten

Andacht

Andacht 15.11.2021

15. November 2021 | Gerhard Mellert

Andacht 15.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Und rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten, und du sollst mich preisen.

„Not lehrt beten!“ So sagt es der Volksmund, und so denken auch viele Menschen. Es kann gebetet werden, aber es ist besser, wenn man es nicht braucht. Wer betet, muss ja wohl mindestens ein Problem haben, das er selbst nicht lösen kann. Das Gebet ist für viele so etwas wie ein geistlicher Airbag. Man hofft, dass man ihn nie braucht, wenn aber etwas Schlimmes passiert, ist es gut, wenn man diesen Airbag hat. So eine Haltung wird gefördert, wenn wir unser Leben nur aus der Perspektive des Augenblicks betrachten und beurteilen. Läuft es gerade gut, gibt es keinen Grund zur Klage – und auch nicht zum Beten. Verfinstert sich dagegen die momentane Situation und wissen wir nicht weiter, dann lehrt die blanke Not uns beten. Ist Beten nur etwas für den Notfall? Nein, Gott ist nicht nur für den Notfall da, sondern er möchte jederzeit mit dir und mir Gemeinschaft haben. Viele gläubige Christen werden uns versichern, dass Gott wirklich auf ihr Rufen geantwortet hat, manchmal noch viel großartiger als sie es sich vorgestellt hatten. Gott ist in der Lage, selbst die Dinge wieder in Ordnung zu bringen, die wir für zu kaputt gehalten haben. Allerdings muss man nicht meinen, Gott helfe uns auf unser Bitten hin beim Lernen von Vokabeln oder im Examen, wenn wir keine Lust hatten, uns vorzubereiten. Oder wenn ich irgendetwas vermasselt habe und dann soll es Gott wieder in Ordnung bringen. Gottes Hilfe sieht oft anders aus, als wir es uns vorstellen wollen. Oft nimmt er unsere Krankheit oder einen anderen Kummer nicht weg, sondern gibt uns Kraft zum Tragen. Er will uns nicht in erster Linie für diese Welt, sondern für die Ewigkeit bereit machen. Und das geschieht am intensivsten, wenn Christen nichts anderes bleibt, als sich von einer Minute zur anderen an Gott festzuhalten. So werden wir mit Gott am tiefsten durch unsere Bedürfnisse und Nöte vertraut. Gott ist zwar immer in Rufnähe. Immer! Gerade jetzt auch in dieser Minute. Aber wir sollen uns nicht nur in Krisensituationen, in der Not an Gott wenden. Komm nicht nur zu Jesus, wenn du nicht mehr weiter weißt, sondern bleibe in allem Positiven und Negativen, das dir begegnet, ständig mit ihm verbunden.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden