Andachten

Andacht

Andacht 20.11.2021

20. November 2021 | Beate Strobel

Andacht 20.11.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Macht euch keine Sorgen. Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten. Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm! Dann wird Gottes Friede, der all unser Verstehen übersteigt, eure Herzen und Gedanken bewahren, weil ihr mit Jesus Christus verbunden seid.

„Die schwierige Lage Gottes“ heißt der Titel einer Szene, in der der Dichter Wolfdietrich Schnurre die Farmer beten lässt: „Verschone uns mit Feuer, Missernten und Heuschreckenschwärmen!“ Zur selben Zeit beten die Heuschrecken: „Schlage den Feind mit Blindheit, auf dass wir die Felder abnagen können!“ In Gottes Haut möchte ich nicht stecken, wenn es darum geht, Bitten zu erfüllen, die sich widersprechen. Wenn ich über die „schwierige Lage Gottes“ nachdenke, wandern meine Gedanken zu einem Freund, der verzweifelt auf eine Spenderleber wartet. Soll ich für ihn beten, dass Gott bald einen Motorradunfall schenkt, damit er überlebt? Sicher nicht. Ist es das Ergebnis, das ein Gebet ausmacht? Damit wir uns darin bestätigt fühlen: Gott hat uns erhört? Oder „bestelle“ ich mir im Gebet nur etwas bei „Gott-online“? Ich bin überzeugt, dass Gott als Gegenüber da ist, zuhört und auf unterschiedlichste Weise Rückmeldungen schickt. Beten ist eine der besten Kommunikationsformen im Leben. Das ist meine Erfahrung. Es ist wie bei einer guten Freundschaft. Dass der andere mir zuhört und mich versteht, ist mir wichtiger, als dass er meine Wünsche erfüllt. Wir erwarten, dass Beten etwas bewirkt. Das Problem in diesem Satz liegt für mich in dem Wörtchen „etwas“. Das lenkt unsere Blicke auf ein mögliches Ergebnis, und diese Erwartung kann meine Gebete vergiften. Solange dieses „etwas“ im Vordergrund steht, verpasse ich die Pointe des Betens. Für mich heißt es kurz und gut: Beten wirkt – und zwar auf alle Beteiligten. Ich glaube, dass unsere Gebete auf Gott wirken und dass wir das in unserem Herz spüren können. Beten wirkt, wenn es echtem Vertrauen entspringt. Wenn mir ein anderer ganz offen und ehrlich sagt, wie es ihm geht, wirkt das auf mich. Und ich glaube, dass Gott viel empfänglicher und sensibler für meine Gebete ist, als ich mir das vorstellen kann. Beten verbindet mit Gott. „Ihr dürft in jeder Lage zu Gott beten“, heißt es bei Paulus. „Sagt ihm, was euch fehlt, und dankt ihm!“ So bete ich gerne.

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