Andachten

Andacht

Andacht 02.12.2021

02. Dezember 2021 | Wilfried Krause

Andacht 02.12.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen und nicht zur Habsucht.

In unserem Supermarkt läuft jedes Jahr Anfang Dezember eine intensiv genutzte Verkaufsaktion. Für 4,99 Euro können die Kunden einen Wassereimer voller Apfelsinen erwerben. Dabei füllt jeder sein Gefäß selbst. Es ist immer wieder erstaunlich, wie es Schnäppchenjägern gelingt, einen Turm zu errichten, der weit über den Eimerrand hinausragt. Wichtig ist nur, das „Bauwerk“ heil an die Kasse zu bugsieren. Viele Turmbauer bedauern vermutlich, dass die Südfrüchte nicht in Würfelform zu haben sind. Es liegt mir fern, alle Apfelsinen-Turmbauer in die Schublade der Habsüchtigen zu stecken, doch nachdenklich macht es schon. Habsucht kann so schnell in jedem Menschen zum Ausbruch kommen, wenn er nicht gegengesteuert. Das betrifft Reiche wie Arme in gleicher Weise. Wohlhabende können nach Immobilien und Luxus aller Art süchtig werden. Und wer schon einmal die Verteilung von Hilfsgütern unter sozial Schwachen miterlebt hat, weiß, wie es auch hier nicht immer bescheiden abläuft. In der westlichen Welt sind wir in Sachen Habsucht besonders gefährdet, suggeriert uns gezielte Werbung doch pausenlos, was uns noch zum wahren Glück fehlt. In vielen unserer Verkaufstempel gibt es weiträumige Abteilungen, in denen fast ausschließlich Dinge angeboten werden, die nicht gebraucht und dennoch gekauft werden. Das Andachtswort setzt im ersten Teil ein Gegengewicht zur Habsucht. Offenbar wusste der Verfasser um die Gefahr und betete deshalb: „Neige mein Herz zu deinen Zeugnissen …“ Es reicht hier aus, der Spur Jesu zu folgen. Zu seinen Vertrauten sagte er: „Trachtet zuerst nach dem Reich Gottes …“ (Mt 5,33) Mit diesem Zeugnis wollte er seinen Nachfolgern helfen, ihren Blick auf das Wesentliche zu lenken. Bei einer anderen Gelegenheit schrieb er ihnen für alle Zeiten ins Stammbuch: „Was hülfe es dem Menschen, wenn er die ganze Welt gewönne und nähme doch Schaden an seiner Seele?“ (Mt 16,25) Jesus selbst lebte nach dem Motto: „Geben ist seliger als nehmen.“ (Apg 20,35) Habsucht ist ein „Lebenskiller“, weil diese Sucht uns einredet, wir könnten uns mit diesem oder jenem Kauf selbst glücklich machen und so keinen Raum für Jesus lässt. Aber nur er schenkt uns Leben, das bis in die Ewigkeit reicht. Danke dafür, Herr.

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