Andachten

Andacht

Andacht 05.12.2021

05. Dezember 2021 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 05.12.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben.

Ave Maria, gratia plena, Dominus tecum. – Gegrüßt seist du, Maria, voll der Gnaden, der Herr ist mit dir. Auf diese Worte des Angelus-Gebets (lat. angelus, „der Engel“) warten jeden Sonntag um zwölf Uhr Tausende Besucher auf dem Petersplatz in Rom. Es war Gottes Botschaft, die vor 2000 Jahren ein (wahrscheinlich) 17-jähriges Mädchen in der israelischen Stadt Nazareth erreichte. „Maria erschrak über die Worte des Engels und fragte sich, was dieser Gruß bedeuten könnte.“ (V. 29 Hfa) Die göttliche Ankündigung wird ihr Dasein mit einem Schlag verändern. Sie verfolgte mit Sicherheit ganz andere Lebenspläne; sie war verlobt, sie wollte heiraten, Kinder bekommen und ein normales Leben führen. Erstaunlich, mit welcher Gelassenheit dieses junge Mädchen, nicht theologisch ausgebildet, aber offensichtlich mit den Heiligen Schriften vertraut, auf die Vorhersage des Engels reagiert. Was für ein unglaubliches Gottvertrauen und welch enorme Flexibilität und Risikobereitschaft sprechen aus Marias Antwort: „Ich will mich dem Herrn ganz zur Verfügung stellen. … Alles soll so geschehen, wie du es mir gesagt hast.“ (V. 38 Hfa) Maria ist offen für Gott. In ihrem Herzen spürt sie, dass etwas ganz Außergewöhnliches geschieht. „Mir, seiner Dienerin, hat er Beachtung geschenkt, und das, obwohl ich gering und unbedeutend bin. Von jetzt an und zu allen Zeiten wird man mich glücklich preisen, denn Gott hat große Dinge an mir getan.“ (V. 48–49 Hfa) Einen in der gesamten Heilsgeschichte so einzigartigen göttlichen Auftrag wie dieses Mädchen Maria wird wohl niemand von uns erhalten. Doch wenn Gott in unser Leben kommt, kann es sein, dass eine ganze Menge durcheinandergerät, dass er andere Pläne für uns hat als die, die wir uns so sorgfältig zurechtgelegt haben: einen anderen Beruf, ein anderes Land, einen anderen Partner, eine ganz andere Art zu leben. Wer sich Gott anvertraut, braucht Offenheit und Sensibilität für die göttliche Stimme und darf ein spannendes Leben mit vielen Überraschungen erwarten. Ja, Gott hat große Dinge an mir getan!

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