Andachten

Andacht

Andacht 20.12.2021

20. Dezember 2021 | Heinz Wietrichowski

Andacht 20.12.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Meine Zeit steht in deinen Händen.

Kannst du erklären, was Zeit ist? Die Weihnachtsfeiertage verfliegen oft regelrecht und schon steht Silvester vor der Tür, wenn wir um 23.59 Uhr gebannt auf den Sekundenzeiger starren und einen Moment lang eine Ahnung bekommen – aber ehe wir es erklären können, schlägt es schon zwölf! Zeit lässt sich nicht festhalten, vorzeigen, nicht kaufen, stehlen, verschenken, vergeuden und sparen (obwohl wir das manchmal behaupten). Manchmal läuft sie schnell, anderntags wieder langsam. Auch das ist ein Trugschluss! Nur Uhren gehen manchmal vor und manchmal nach. Meine funkgesteuerte Uhr geht angeblich in einer Million Jahren eine Sekunde verkehrt. Welch ein Wunder ist solch eine Uhr! Aber wer erklärt uns das Wunder Zeit? Die Zeit ist uns allen gemeinsam, alle erleben wir zugleich denselben Tag. Deshalb nennt man alle lebenden Menschen auch Zeitgenossen. Die Zeit ist wie eine Mutter, die uns an der Hand hält. Manchmal lassen wir uns hängen, manchmal drängeln wir nach vorn – aber der Schritt der Mutter ist gleichmäßig. Oder sind die Tage nicht wie Zimmer, in die wir an jedem Morgen eintreten dürfen? Wir wohnen 24 Stunden darin, schauen uns um, finden andere Menschen vor, und abends müssen wir den Raum wieder verlassen. Am nächsten Tag öffnen wir dann eine neue Tür. Das Leben – ein Adventskalender? Das Grausame ist: Manche von uns bekommen an einem Morgen die nächste Tür nicht mehr auf! Und in das gestrige Zimmer dürfen sie auch nicht mehr zurück. Was geschah mit ihnen? Unseren Kindern sagen wir, sie seien gestorben. Wie tröstlich ist, was der Psalmist wusste: „Meine Zeit steht in deinen Händen!” (Ps 31,16) Nicht eine anonyme Zeit weist uns die Räume zu und erlaubt uns das Eintreten in einen neuen Tag. Nein, ein liebender Gott, der unsere Vergangenheit, unsere Gegenwart und unsere Zukunft kennt, hält unsere Hand. Dieser Gott hat auch einen Schlüssel für diese letzte Tür, die sich von uns eines Tages nicht mehr öffnen lassen wird. Er wird sie öffnen und uns die wunderbaren „Wohnungen“ zeigen, die hinter dieser letzten Tür verborgen sind.

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