Andachten

Andacht

Andacht 26.12.2021

26. Dezember 2021 | Beate Strobel

Andacht 26.12.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Auf einmal waren sie von unzähligen Engeln umgeben, die Gott lobten: „Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“

Der Schriftsteller Heinrich Böll erzählt in seiner Geschichte Nicht nur zur Weihnachtszeit von der resoluten Tante Milla, die Ende Januar beim Abschmücken des Weihnachtsbaumes einen hysterischen Anfall erleidet. Onkel Franz sieht nur eine Lösung: Der Baum bleibt geschmückt und Weihnachten wird ab jetzt jeden Tag gefeiert. Das mag gut sein für Tante Milla, doch die Nerven der übrigen Familienmitglieder liegen bald schon blank. Über zwei Jahre wird Abend für Abend Heiligabend gefeiert und der Engel auf dem Tannenbaum flüstert: „Frieden, Frieden, Frieden.“ Tante Milla ist glücklich, doch der Rest der Familie zerfällt, es herrscht alles andere als Frieden: Tobsuchtsanfälle, Abwendung vom Glauben, Auswanderung nach Übersee. Die Erwachsenen lassen sich einer nach dem anderen von arbeitslosen Schauspielern vertreten, die Kinder werden durch Wachspuppen ersetzt. Wie wäre es wohl für uns, wenn jeden Tag Weihnachten wäre? Dass eine solche Überdosis Weihnachten auf Dauer schädlich ist, leuchtet ein. Das Fest der Liebe sollte eigentlich heilsamen Charakter haben. Was Weihnachten wirklich ausmacht, ist eben nicht Tante Millas Tannenbaum. Es ist die wunderbare Geschichte von dem Neugeborenen in der Krippe, von der Nähe Gottes zu den Menschen, von dem, was die ganz und gar nicht mechanischen Engel den Hirten auf dem Felde zuriefen: Es ist die Hoffnung auf Frieden und Gerechtigkeit in einer unfriedlichen und ungerechten Welt. Diese Hoffnung macht Mut, sich dem alten Trott zu widersetzen. Nicht wie Tante Milla ewig auf dem Sofa zu sitzen und aufs Lametta zu starren. Stattdessen in Bewegung zu kommen, im neuen Jahr an guten Vorsätzen festzuhalten und nicht müde zu werden, Wunder wahr werden zu lassen. Das Datum der Weihnachtsfeiertage ist letztlich nicht mehr als eine Kalenderkonvention, die mit der himmlischen Botschaft nichts zu tun hat. In diesem Sinne gilt für jeden Tag im Jahr: „Ehre sei Gott im Himmel! Denn er bringt der Welt Frieden und wendet sich den Menschen in Liebe zu.“ Heute. Morgen. Und das ganze Jahr.

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