Andachten

Andacht

Andacht 29.12.2021

29. Dezember 2021 | Sylvain Romain

Andacht 29.12.2021

Bildnachweis: Gerd Schmid

Und ich sage euch: Macht euch Freunde mit dem ungerechten Mammon, damit, wenn es zu Ende geht, sie euch aufnehmen in die ewigen Hütten.

Zwei Tage nach Heiligabend wollte meine Schwester zu ihrer Tochter fahren. Um früh loszukommen, packte sie das Fahrzeug schon am Vorabend. Am nächsten Morgen sah sie, dass das Garagentor und die Autotür offen standen. Alles lag durcheinander; doch nichts war gestohlen, nicht einmal der Farbdrucker, der als Geschenk gedacht war. Doch, eins fehlte: die Halal Geflügelwurst, die an Silvester vernascht werden sollte. Dafür lag ein großer Zettel auf der Autohaube: „Entschuldigung!“. Damit hatte sich der Dieb vermeintlich als Muslim geoutet. Und die Wurst brachte ihn auf die Idee, meine Familie seien Gleichgläubige, die er irrtümlicherweise und bedauerlicherweise geschädigt hatte. Diese Geschichte erinnert mich an Jesus, der oft und gern mit den Ungläubigen seiner Zeit (vielleicht nur Andersgläubigen) zusammensaß und uns auffordert, wir sollten uns „Freunde mit dem ungerechten Mammon [machen], damit … sie … [uns] aufnehmen in die ewigen Hütten, [wenn es zu Ende geht]“ (Lk 16,9). Das Wort „ewig“ meint hier dasselbe wie das Wort „Welt“ im vorherigen Vers: Wenn alles schief geht, ist es immer von Vorteil, gute „weltliche“ Freunde zu haben. So lädt uns Jesus ein, gute Beziehungen mit allen zu pflegen: mit Nachbarn, Arbeitskollegen und Mitschülern, auch wenn sie oft anders denken. Vielleicht befindet sich unter ihnen ein offener Mensch, den wir zu Jesus bringen dürfen. Vielleicht werden andere uns aus manchen Nöten helfen, wie ein Nikodemus, der nur in der Nacht Jünger war, aber am Grab Jesu einen erheblichen Beitrag leistete (Joh 19,29–30); oder wie Gamaliel, der zwar kein Christ wurde, aber die Apostel aus einer lebensgefährlichen Situation rettete (Apg 5,34–39). Gerade in einer Welt, die in „Islamophobie“ und anderen Ängsten zu versinken scheint, brauchen wir keine neuen Zäune, sondern Brücken. Auch hier gilt: Vorbeugen ist besser als heilen. Lasst uns Schritte auf den anderen zugehen.

Zurück

UNSER GLAUBE

Die Glaubensüberzeugungen der Freikirche der Siebenten-Tags-Adventisten sind dazu angelegt, das ganze Leben zu durchdringen. Die heiligen Schriften der Bibel zeichnen ein überzeugendes Porträt von Gott.
Jeder ist eingeladen, den EINEN zu entdecken, zu erleben und kennen zu lernen, der nichts anderes, als uns heilen will.

Mehr herausfinden