Andachten

Andacht

Andacht 01. Januar 2022

01. Januar 2022 | Beate Strobel

Andacht 01. Januar 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

An jenem Tag wird man sagen: „Er, der Herr, ist unser Gott! Auf ihn hatten wir unsere Hoffnung gesetzt und er hat uns die Rettung gebracht; wir haben nicht vergeblich gehofft. Nun können wir voll Freude singen, weil er unser Retter ist!“

Als Kleinkind bin ich auf einer Baustelle mal auf eine ungesicherte Kante zugerannt. Meine Mutter schrie und warnte mich mit schriller Stimme. Meine Oma griff kurzerhand zur Keksdose und rief: „Schau mal, willst du einen Keks?“ Schon machte ich kehrt. Als ich die Geschichte später hörte, war ich sicher, dass Oma dabei eine göttliche Eingebung hatte. Kekse sind erfolgreicher als Warnrufe. Freust du dich aufs neue Jahr oder startest du es eher mit Befürchtungen? Gar nicht so einfach, weil in den Nachrichten viel Stoff zum Fürchten so präsent ist. Ich rufe mir am Neujahrstag aber auch das vor Augen, worauf ich mich nun freue, was mich sozusagen in dieses Jahr „lockt“. Den Propheten in der Bibel ging es damals nicht darum, irgendetwas vorherzusagen, sondern sie haben ganz häufig etwas hervorgesagt. Sie haben deutlich ausgesprochen, was ist und was daraus folgt, wenn die Leute nichts ändern. Sie haben Konsequenzen aufgezeigt. Wie das in unseren Tagen zum Beispiel die Klimaforscher tun: Wenn ihr so weiterlebt wie bisher, dann wird das spürbare Folgen haben. Aber die biblischen Propheten hatten nicht nur Warnungen im Gepäck. Sie entwarfen auch positive Gegenbilder, die Mut zu einem anderen Leben machten. Mit Gottes Hilfe gibt es vielleicht doch noch Alternativen, eine Art „Lockmittel“. Jesaja verspricht den Menschen ein Ende der Trauer, köstliche Speisen, neue Lebensfreude. Haltet durch! Ja, ihr erlebt eine schwere Zeit, aber gebt Gott nicht auf. Eine andere Zeit wird kommen! Ich wünsche mir, dass mir und uns allen diese Hoffnungsgedanken nicht ausgehen, nicht als Luftschlösser, sondern als Verlockung. Ich brauche Menschen, die wie Propheten sind, die realistisch sagen, was passiert, wenn wir nichts ändern; die aber auch positive Bilder dafür haben, wie es gut werden kann, wenn wir mit Gottvertrauen etwas dafür tun. Ich wünsche dir und mir, dass wir in einem Jahr sagen können: „Wir haben nicht vergeblich gehofft.“ In diesem Sinne: 2022 möge gut werden.

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