Andachten

Andacht

Andacht 19. Januar 2022

19. Januar 2022 | Elí Diez-Prida

Andacht 19. Januar 2022

Bildnachweis: Weigand / photocase.de

Ich weiß, dass du dem Herrn aufrichtig vertraust, denn du hast den Glauben deiner Mutter Eunike und deiner Großmutter Lois.

Manchmal ermutige ich die Zuhörer meiner Predigten, im Gebet für ihre Kinder und Enkelkinder nicht nachzulassen, besonders wenn sich diese wie der verlorene Sohn „in der Ferne“ befinden, auf Umwegen und Irrwegen Glück und Lebenssinn suchend. Bei dem einen oder anderen kann ich sehen, wie die Augen feucht werden. Hinterher bedanken sich viele für die Ermutigung, an der Hoffnung festzuhalten, dass die Saat, die in ihre Herzen gelegt wurde, eines Tages aufgehen wird. Im heutigen Bibeltext ist es Paulus, der in Timotheus „den ungeheuchelten Glauben“ (LUT) seiner Mutter und Großmutter entdeckte und ihn nun ermutigt, an Gott festzuhalten. Solange sie klein sind, können wir säen. Später können wir „nur“ beten und darauf vertrauen, dass Gott genügend Mittel und Wege hat, sie anzusprechen, auch wenn wir sie nicht mehr erreichen können. Von Martin Buchholz stammt ein Lied, das mich jedes Mal bewegt, wenn ich es höre: „Halt deine Hand über unsere Kinder“. Dort heißt es in der ersten Strophe: „Halte sie fest, wenn sie frei balancieren, auf dünnem Seil mit dem Wind im Gesicht. Halte sie warm, wenn sie zittern und frieren, weil die Kälte der Welt in ihre Jacken kriecht.“ Dieses Balancieren auf dünnem Seil kann uns schlaflose Nächte bereiten. Besonders wenn wir vergessen, dass sie nie tiefer fallen werden als in Gottes ausgespanntes Netz seiner Liebe. Bei der zweiten Strophe muss ich schmunzeln: „Halte uns aus, wenn wir sie nicht verstehen, uns an sie klammern, weil Eltern so sind.“ Sie loslassen zu können, das fällt uns nicht immer leicht, ist aber die Voraussetzung dafür, dass sie merken: Mein gläubiges Elternhaus ist kein Gefängnis. Ich darf ein- und ausgehen. Und: Der Gott meiner Eltern oder Großeltern respektiert meinen freien Willen. Denn nur auf dem Boden der Freiheit kann Liebe gedeihen! Am Schluss heißt es: „Halt deine Hand über unsere Kinder! Du hast dein Wort gegeben. Halt deine Hand über unsere Kinder! Komm und segne ihr Leben, Herr!“ Jawohl, Gott hält seine Hand über sie und unter ihnen. Jeden Tag aufs Neue dürfen wir unsere Kinder, Enkelkinder, Ehepartner und Freunde Gottes Schutz, Fürsorge und Liebe anvertrauen. Gott ist ein gnädiger Gott – das gilt uns allen!

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