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Andacht

Andacht 14. Februar 2022

14. Februar 2022 | Joachim Hildebrandt

Andacht 14. Februar 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen.

Den heutigen Bibeltext haben viele von uns schon oft gehört oder gelesen. Aber haben wir ihn auch verinnerlicht? Der Gemeinde in Korinth, einer großen christlichen Gemeinschaft, droht die Spaltung. In Kapitel 12 und 14 beleuchtet Paulus die unterschiedliche Bewertung der Begabungen, die vom Heiligen Geist ausgehen, und die Bedeutung der Zungenrede und der prophetischen Rede. Mitten in seiner Stellungnahme zu den Streitfragen weist Paulus auf das einzigartige Hohelied der Liebe hin. Er nennt es einen „besseren Weg“ (1 Kor 12,31), denn Lieben ist besser als Streiten. Auch Johannes hat fast ein ganzes Kapitel über die Bedeutung der Liebe geschrieben: „Meine Freunde! Lasst uns einander lieben, denn die Liebe kommt von Gott. Wer liebt, ist ein Kind Gottes und kennt Gott. Wer aber nicht liebt, der kennt Gott nicht; denn Gott ist Liebe. Gottes Liebe zu uns ist für alle sichtbar geworden, als er seinen einzigen Sohn in die Welt sandte, damit wir durch ihn leben können. … Gott ist Liebe, und wer in dieser Liebe bleibt, der bleibt in Gott und Gott in ihm.“ (1 Joh 4,7–9.16 Hfa) Paulus erinnert uns daran, dass unser Wissen begrenzt ist (vgl. 1 Kor 13,9.12), deshalb ist es umso wichtiger, dass die Liebe – so wird es im Eingangstext deutlich – jede Erkenntnis überragt. Sie ist sogar bedeutender als Glaube und Hoffnung. Wie kann der Apostel das behaupten? „Auch wenn wir nicht gleich denken, können wir nicht in gleicher Weise lieben? Können wir nicht eines Herzens sein, auch wenn wir nicht einer Meinung sind?“, fragt der Erweckungsprediger John Wesley. Damals als Kinder hatten wir oft viel Spaß mit dem Stehaufmännchen. Wir haben es von allen Seiten kräftig geschubst, sodass es mit dem Kopf auf dem Fußboden landete, und dann gestaunt, dass es nach einer Zeit des Schwankens und Umfallens wieder aufrecht stehen blieb. Wie war das möglich? Das Geheimnis lag in ihm: Sein unsichtbarer Schwerpunkt befand sich an der richtigen Stelle. „Die Liebe ist die größte unter ihnen“, weil sie der Schwerpunkt ist. Mögen wir diese Erkenntnis, worauf es im Miteinander am meisten ankommt, in unserem Alltag immer wieder praktisch werden lassen.

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