Andachten

Andacht

Andacht 15. Februar 2022

15. Februar 2022 | Nicole Günther

Andacht 15. Februar 2022

Bildnachweis: Macavity / photocase.de

Wir alle aber stehen mit unverhülltem Gesicht vor Gott und spiegeln seine Herrlichkeit wider. Der Herr verändert uns durch seinen Geist, damit wir ihm immer ähnlicher werden und immer mehr Anteil an seiner Herrlichkeit bekommen.

Auf einem Kindergeburtstag sprangen elf aufgeregte Feen und Prinzessinnen um mich herum. Als Rapunzel verkleidet unterstützte ich eine Freundin, die für dieses Event als Animateurin gebucht war. In dem weißen Kleid aus Tüll und mit der platinblonden Perücke, deren Haare fast bis zum Boden reichten, konnte ich mich gezwungenermaßen nur sehr langsam und anmutig bewegen. Was mich völlig erstaunte und auch faszinierte, war, dass die Kinder glauben wollten, ich sei die wahre Rapunzel. Jede wollte meine Freundin sein, mit mir tanzen, ein Erinnerungsfoto haben und alle beneideten mich um die langen Haare, von denen sie glaubten, sie seien meine echten. Es ist unglaublich, mit welch kleinem Aufwand man sich als jemand darstellen kann, der man eigentlich nicht ist. Es mag unzählige verschiedene Gründe geben, weshalb Menschen Masken aufsetzen, und nicht selten stecken erlebte Enttäuschungen und Verletzungen dahinter. Vertrauen ist möglicherweise missbraucht worden, man möchte sich schützen und sein verletzliches Innerstes verbergen. Auch die Angst davor, Schwächen oder Fehler zuzugeben, kann ein Grund sein, sich lieber hinter einer Maske zu verstecken, um akzeptiert und anerkannt zu werden. Wir können unser äußeres Erscheinungsbild verändern und in bestimmte Rollen schlüpfen, aber dadurch wird sich nichts verändern. Außerdem wird es auf Dauer auch ganz schön anstrengend, meinem Gegenüber jederzeit ein falsches, verzerrtes und lügenhaftes Bild von mir zu präsentieren, um die Maskerade aufrechtzuerhalten. Wie gut, dass Gott hinter unsere Maske direkt in unser Innerstes schaut und genau weiß, wer und wie wir wirklich sind. Ihm brauchen wir nichts vorzuspielen und wir müssen auch nicht um seine Anerkennung werben. Seine Liebe zu uns richtet sich nicht nach einer wunderschönen äußeren künstlichen Fassade. Er liebt dich so, wie du bist – innerlich und äußerlich, weil er ein Stück von seiner Göttlichkeit in dich hineingelegt hat. Vielleicht hast du heute einmal den Mut, ohne Maske aus dem Haus zu gehen, um deinem Nächsten wahrhaftig zu begegnen.

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