Andachten

Andacht

Andacht 22. Februar 2022

22. Februar 2022 | Werner Jelinek

Andacht 22. Februar 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.

Plötzlich und nicht bestellt leuchtet beim Fahren die rote Lampe auf. Ich bin auf der Autobahn und kriege die Krise. Erst kürzlich sah ich bei meinem vorigen Fahrzeug rot, dann qualmte der Motor und ich musste mich von meinem „Heilig’s Blechle“ verabschieden. Nun hier beim Neuwagen das Gleiche. „Das kann doch nicht wahr sein!“ Aber es war wahr. Als eine Mischung aus Angst und Ärger in mir hochkroch, sah ich vor mir einen jener Riesen-Lkws, einen Gigaliner, auf dessen Plane in großen Lettern stand: „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln.“ „Doch“, dachte ich, „mir mangelt etwas.“ Aber dann gingen mir die Predigten durch den Kopf, die ich über diesen Psalm gehalten hatte. Das war jetzt die Nagelprobe. Es wurde Zeit, dass ich mich selbst an meine gehaltenen Predigten hielt. Dass ich die Zuversicht gewann, die ich anderen zusprach. Wie einmal im Urlaub, als wir den Berggipfel erklommen hatten. Eine Bekannte, dem christlichen Glauben fremd, war von der Aussicht so überwältigt, dass sie mich um ein Gebet bat. Vor uns lag das Gebäude der Panoramabahn. Ich fragte sie, was das Zentrum von Panorama sei. Richtig: ora, bete. Und dann sprach ich den Hirtenpsalm, den sie nicht kannte und der sie nun bewegte. Jetzt war aber die Situation eine völlig andere. Psalm 23 nicht im Gottesdienst, nicht am Krankenbett, nicht bei der Jubelfeier oder beim Panoramablick. „Der Herr ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln“ mitten im Straßenverkehr in einer für mich scheinbar bedrohlichen Lage. Und dann? Dann war die Sorge mit einem Mal wie weggeblasen, noch bevor ein fürsorglicher Mechaniker den Schaden behob. Wann ist dir zuletzt solch ein „Mutmach-Lkw“ über den Weg gefahren: in Form von einem Geistesblitz, einem Lichtblick, einem Augenzwinkern? „Lächelt dir nur im Stadtgewühl ein ganz Fremder zu, der wohl denkt wie du. Diese Sekunde Glücksgefühl, kaufen kannst du sie doch im Leben nie.“ (Walter Brandin/Udo Jürgens, „Was wirklich zählt auf dieser Welt“, 1968) Ich wünsche dir heute einen Mutmach-Lkw, eine Begegnung, sodass du unter deiner Last Kraft wagen kannst.

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