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Andacht

Andacht 06. März 2022

06. März 2022 | Joachim Hildebrandt

Andacht 06. März 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Bekennt also einander eure Sünden und betet füreinander, dass ihr gesund werdet. Des Gerechten Gebet vermag viel, wenn es ernstlich ist.

Seit einigen Jahren haben viele Gemeinden einen Teil im Gottesdienst eingerichtet, in dem Erlebnisse und Erfahrungen geteilt werden können: die „lebendige Gemeinde“. Eine Zeit, in der häufig auch für die Kranken gebetet wird. Welche Hilfe bringt dem Kranken unsere Fürbitte? Rüdiger Karwath, Direktor der Helios-Kliniken in Schwerin, musste wegen einer Krebserkrankung an der Wirbelsäule operiert werden. Er erhielt Chemotherapien und eine Stammzelltransplantation. Der gläubige Christ erinnerte sich an Jesu Verheißung: „Was ihr bitten werdet in meinem Namen, das will ich tun, auf dass der Vater verherrlicht werde im Sohn.“ (Joh 14,13) Da er als Facharzt wusste, dass seine Krankheit nicht heilbar ist, betete er in dieser Zeit so: „Herr, lass mich deinen Willen annehmen, aber mach es mir bitte nicht so schwer.“ Jakobus verspricht im heutigen Bibeltext nicht, dass Gebete für Kranke immer Heilung bringen: „Das Gebet des Glaubens wird dem Kranken helfen und der Herr wird ihn aufrichten.“ (Jak 5,15) So hat es Paulus erlebt: Auch er litt unter einem „Pfahl [im] Fleisch“ (2 Kor 12,7). Gott antwortete ihm nach dreimaligem Beten und Flehen um Befreiung von diesem Leiden nur: „Lass dir an meiner Gnade genügen; denn meine Kraft vollendet sich in der Schwachheit.“ (V. 9) Häufig quälen sich kranke Christen mit der Frage: Warum erhört Gott meine vielen Gebete um Heilung nicht? Manche zweifeln dann an Gottes Liebe, einige geben sogar ihren Glauben auf. Sie haben vergessen, was David gebetet hat: „HERR, lehre doch mich, dass es ein Ende mit mir haben muss und mein Leben ein Ziel hat und ich davon muss.“ (Ps 39,5) Es gibt leider auch Krankheiten, von denen wir nicht geheilt werden. So bete ich täglich für meine kranken Glaubensgeschwister nicht nur um Heilung, sondern auch darum, dass Gott ihnen Kraft schenkt, das Leid zu tragen, und sie daran erinnert, dass er sie trägt. Im Evangelium finde ich dreimal ein Gebet, das Gott nicht erhört hat: „Mein Vater, ist’s möglich, so gehe dieser Kelch an mir vorüber; doch nicht, wie ich will, sondern wie du willst!“ (Mt 26,39; vgl. V. 42.44) Halten wir wie Jesus trotz allem an Gott fest und fassen wir Mut, weil er es immer gut mit uns meint!

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