Andachten

Andacht

Andacht 13. März 2022

13. März 2022 | Friedhelm Klingeberg

Andacht 13. März 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Kommt her zu mir, alle, die ihr mühselig und beladen seid; ich will euch erquicken. Nehmt auf euch mein Joch und lernt von mir; denn ich bin sanftmütig und von Herzen demütig; so werdet ihr Ruhe finden für eure Seelen. Denn mein Joch ist sanft, und meine Last ist leicht.

Als ich vor über 40 Jahren meine ersten Gehversuche als junger Seelsorger unternahm, hatte ich vor allem ein Ziel: Ich wollte Menschen zur persönlichen Entscheidung für Christus führen und sie in möglichst kurzer Zeit auf die Taufe vorbereiten. Ich fühlte mich gut ausgebildet, hatte die adventistische Dogmatik drauf, und das passende Bibelwort für jede Lebenslage war schnell zur Hand. Heute kann ich nur darüber staunen, dass der Allmächtige so viel Geduld und Verständnis für mich aufbrachte. Meinen Wunsch hat er mir nämlich tatsächlich erfüllt, obwohl ich jede Menge Fehler machte. Und erst im Rückblick nach vielen Jahren wurde mir klar, dass meine Methode der Seelengewinnung damals so ganz und gar nicht dem Vorbild und Beispiel Jesu entsprochen hatte. Ja, ich interessierte mich durchaus für meine Mitmenschen, aber vor allem sah ich sie als Objekte meiner ganz persönlichen pastoralen Zielsetzungen. Die neue, ganz andere Perspektive gewann ich erst, als ich irgendwann und irgendwo „zufällig“ die folgenden Sätze aus der Feder von Ellen White las: „Allein die Vorgehensweise Christi wird wahren Erfolg bringen in dem Bemühen, Menschen zu erreichen: Der Heiland mischte sich unter sie, weil er ihr Bestes wollte. Er zeigte ihnen sein Mitgefühl, diente ihren Bedürfnissen und gewann ihr Vertrauen. Erst dann lud er sie ein: ,Folgt mir nach.‘“ (Auf den Spuren des großen Arztes, 1999, S. 106) Wie Schuppen fiel es mir von den Augen: Ihm ging es überhaupt nicht zuerst um Theologie, Dogmatik und die Wahrheit. Er interessierte sich wirklich für seine Mitmenschen, ihre Sorgen, ihre Lasten, ihre Bedürfnisse. Das war seine Agenda. Genau in dieser Reihenfolge hat er sich um sie gekümmert. Er nahm ihnen die Last ihres Lebens ab, befreite sie von Krankheit, Sünde und Schuld. Diese Erfahrung ließ sie aufatmen und öffnete ihre Herzen für seine Einladung zur Nachfolge. Dieser ganz andere Blick auf jeden Menschen war sein „Erfolgsrezept“. Ein besseres gibt es bis heute nicht. Nie war es aktueller als in unseren Tagen. Danke, Herr, dass es nie zu spät ist, von dir zu lernen. Auch heute möchte ich dein Schüler sein!

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