Andachten

Andacht

Andacht 26. März 2022

26. März 2022 | Alexander K.

Andacht 26. März 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Nachdem er vierzig Tage und vierzig Nächte keine Nahrung zu sich genommen hatte, war er sehr hungrig. Da trat der Teufel [griech.: der Versucher] zu ihm und sagte: „Wenn du der Sohn Gottes bist, dann verwandle diese Steine in Brot.“

Hungergefühle können einen mit der Zeit ganz schön zermürben. Ich kann mir 40 volle Tage ohne Nahrung gar nicht vorstellen. Mein Körper fand es schon ärgerlich, als ich vor einiger Zeit begann, mich bewusster zu ernähren. Obwohl er genügend Nahrung bekam – allerdings etwas weniger und besser ausgewählt als zuvor –, meinte er, mich am Anfang durch Hunger ständig auf das „Fehlende“ hinweisen zu müssen. Und es ist gar nicht so leicht, dieses Signal zu ignorieren und ihm nicht nachzugeben. Es ist für mich nachvollziehbar, dass „der Versucher“ genau in dem Moment eine Attacke beginnt, als Jesus hungrig ist. Auch in meinem Leben nutzt der Teufel jede Notsituation aus, um mich aus dem Tritt zu bringen und mit falschen Versprechungen von Gott wegzuziehen. Das Wort „hungrig“ deutet auf einen Mangel hin. Jesu Fasten hatte einen konkreten Sinn, meine geistliche Unterversorgung ist eher das Resultat, dass ich die Zeit mit und für Gott vernachlässige, um vermeintlich Wichtigeres zu erledigen. In dem Buch Alltagsbeter von Ulrich Wendel antwortet der Autor auf die selbst gestellte Frage, was denn passiert, wenn ich das Beten auslasse: „Dass ich das Ziel, das Gott heute für mich hat, nicht in den Blick bekomme, das steht auf dem Spiel. Und Zielverfehlung ist nichts anderes als Sünde.“ (SCM Verlag, Witten 2017, S. 18) Nicht der Verzicht auf das Gebet oder das Bibellesen ist die Sünde, ansonsten verkommen wir zu verkrampften Pflichtbetern und -lesern. Nein, wir unterschätzen die Einflussnahme, die Gottes Gegner auf die Mangelernährten hat, und wozu er sie in der Folge verführen oder wovon er sie abhalten kann. Dieses Andachtsbuch kann unseren Blick Tag für Tag auf Worte der Bibel lenken und ein Anstoß zu regelmäßiger Kontaktaufnahme mit ihm sein. Gott wird uns gerne vor diesem gefährlichen Hunger bewahren und uns dabei helfen, ein Leben aus seiner Hand zu führen. Versuchungen, die uns weiterhin begegnen werden, dürfen wir an Jesus abgeben, weil er sie selbst auch erlebt hat und siegreich geblieben ist.

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