Andachten

Andacht

Andacht 30. März 2022

30. März 2022 | Heidemarie Klingeberg

Andacht 30. März 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Meine Schuld ist mir über den Kopf gewachsen. Wie schwer ist diese Last! Ich breche unter ihr zusammen.

Vom 6. März bis 10. Juni 2019 (Aschermittwoch bis Pfingsten) war im Wiener Stephansdom ein beeindruckendes Kunstwerk von Peter Baldinger zu sehen: „Sky of Stones“ – „Himmel aus Steinen“. Die Installation breitete sich im gesamten Mittelschiff aus. Sechs Meter über dem Boden hatte der Künstler exakt 1332 Steine in verschiedenen Formen und Größen befestigt. Ein grandioses Schauspiel, ergänzt durch Lichteffekte, die die Objekte in verschiedenen Farben leuchten ließen: violett in der Fastenzeit, golden zum österlichen Auferstehungsfest und feuerrot zu Pfingsten. Steine stehen – auch in der Bibel – für eine starke Symbolik. Stephanus, der Namenspatron des Doms, wurde wegen seines Festhaltens am christlichen Glauben gesteinigt. Der Eckstein gilt als Symbol für Christus, auf den sich die christliche Gemeinde gründet (Mt 21,42), die Gläubigen werden als lebendige Steine (1 Ptr 2,7) bezeichnet. Fasziniert blicke ich nach oben, ein mulmiges Gefühl habe ich schon. Werden die Drähte halten? Könnte so ein Brocken auch herabstürzen? Schon irgendwie bedrohlich, diese „Himmelssteine“, sie wirken wie Meteoriten, die die Besucher erschlagen könnten. Dann die Überraschung: In den Erläuterungen zum Werk des Künstlers lese ich, dass die Steine aus Papier geformt sind! Federleichte, individuell gestaltete Gebilde. Sofort ändert sich mein Empfinden, und die Steine beginnen förmlich zu schweben. Der Himmel aus Steinen wird für mich zu einem wunderbaren Bild: Der Herr kann alle Felsbrocken verwandeln, die mich bedrohen. So fühlt sich Freiheit an, Befreiung von Schuld, von Sorgen, von den drückenden Aufgaben des Alltags, von allem, was beschwert, kraftlos macht und den Atem nimmt. Gott kann die Lasten meines Lebens buchstäblich davonschweben lassen! Der Psalmist bleibt nicht stehen bei der eingehenden Beschreibung der bedrückenden Last. „Auf Dich, HERR, hoffe ich … Du bist doch mein Herr und mein Retter“, bezeugt er (Ps 38,16.23 Hfa). Auch ich will heute Gottes rettende Hand ergreifen, in dem festen Vertrauen, dass er meine Lasten davonschweben lässt und ich unbeschwert in diesen Tag gehen kann.

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