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Andacht 18. April 2022

18. April 2022 | Elí Diez-Prida

Andacht 18. April 2022

Bildnachweis: ig3l / photocase.de

Für alles gibt es eine bestimmte Stunde. Und für jedes Vorhaben unter dem Himmel gibt es eine Zeit.

Mehr als zwei Millionen Menschen haben sich den Sketch von Loriot „Ich will hier nur sitzen“ auf YouTube angesehen. Köstlich, wie die nervende Gattin ihren Herrmann zu allen denkbaren Aktivitäten überreden will, während er darauf beharrt: „Ich will hier nur sitzen!“ Es ist typisch für unsere Zeit, zu meinen, dass wir alles zur gleichen Zeit machen müssten. Ein Mönch wurde einmal nach seiner Alltagsgestaltung gefragt. Er antwortete: „Wenn ich esse, dann esse ich. Wenn ich sitze, dann sitze ich. Wenn ich stehe, dann stehe ich. Wenn ich gehe, dann gehe ich.“ Darauf der Gesprächspartner: „Das ist doch nichts Besonderes. Das tun doch alle.“ Da meinte der Mönch: „Nein, wenn du sitzt, dann stehst du schon. Und wenn du stehst, dann bist du schon auf dem Weg.“ Es lohnt sich, das ganze Kapitel zu lesen, dem der heutige Tagestext entnommen ist. Salomo zählt hier eine Menge von Aktivitäten auf, die nicht alle gleichzeitig stattfinden, sondern jeweils zur passenden Zeit: Pflanzen und Ausreißen, Weinen und Lachen, Klagen und Tanzen, Umarmen und Loslassen, Aufbewahren und Wegwerfen, Reden und Schweigen… Auf die passende Zeit kommt es an, weil jede Stunde ihren eigenen Charakter und ihre eigene Qualität hat. Hinzu kommt, dass jeder Mensch seinen eigenen Rhythmus und einen einzigartigen Lebensweg hat. Daher ist es falsch, für alle reglementieren zu wollen, wie und wann sie etwas zu tun haben. Das versuchten einige Zeitgenossen Jesu, als sie seine Schüler kritisierten, weil sie nicht fasteten, während die Schüler Johannes des Täufers und die der Pharisäer es taten (Lk 5,33). Da antwortete Jesus: „Wollt ihr etwa die Hochzeitsgäste fasten lassen, solange der Bräutigam noch bei ihnen ist? Die Zeit kommt früh genug, dass der Bräutigam ihnen genommen wird. Dann werden sie fasten.“ (V. 34–35 Hfa) Wir können Gott fragen, was heute „dran ist“. Wir können ihn bitten, dass er uns hilft, uns auf das zu konzentrieren, was wir tun, damit es in seinem Sinn und zu seiner Ehre geschieht. Wenn wir uns nach seinen Prioritäten richten, werden wir erleben, wie die Ewigkeit, die Gott in unser Herz gelegt hat (Pred 3,11), unseren Lebensstil zunehmend prägt. Das wird uns auch dabei helfen, „fröhlich zu sein und das Leben zu genießen“ (V. 12 Hfa).

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