Andachten

Andacht

Andacht 19. April 2022

19. April 2022 | Bernhard Stroh

Andacht 19. April 2022

Bildnachweis: Katarzyna Wendt

Verkauft man nicht fünf Sperlinge für zwei Groschen? Dennoch ist vor Gott nicht einer von ihnen vergessen.

Im vergangenen Jahr habe ich einen Vogelnistkasten gebaut und so an einen Baum gehängt, dass ich ihn gut beobachten konnte. Nach kurzer Zeit bezogen Blaumeisen den Kasten. Ich konnte sehen, wie sie ihn auspolsterten und später eifrig Futter einflogen. Doch eines Tages hörte ich ein dumpfes Klopfen und sah einen großen Buntspecht, der vor dem Kasten saß und das Einflugloch kraftvoll vergrößerte. Ihn zu vertreiben gelang auf Dauer nicht. Er kam immer wieder und holte schließlich die kleinen Vögelchen heraus. Wir waren alle sehr traurig. Wir hatten so große Freude an unseren kleinen gefiederten Freunden gehabt und dann das. Warum muss so etwas immer wieder geschehen? Es gibt eigentlich nur eine Antwort: Das alles ist eine Folge der ersten Sünde Adams und Evas. Seither existieren Leid und Tod auf dieser Erde. Satan, der Gegenspieler Gottes, versucht alles Schöne und Gute kaputt zu machen. Das ist die Realität, mit der wir leben müssen. In diesem Jahr habe ich jedoch vorgesorgt. Ich habe ein Holzbrett mit kleinem Einflugloch gesägt und auf die Stirnseite des Kastens das Blech einer Konservendose geschraubt. Das Vogelhaus war hieb- und stichfest. Kaum hing der neue Kasten am Baum, wurde er auch schon von einem Kohlmeisenpärchen bezogen, das seine Jungen problemlos aufzog. Wenn ich so darüber nachdenke, dann fällt mir die Liebe unseres himmlischen Vaters ein. Wenn schon mich das Schicksal der Vögel so sehr beschäftigt, wie viel mehr mag Gott sich um uns alle sorgen? Er will doch nur das Beste für unser Leben. Er sieht uns und kennt all unsere Sorgen. Er schützt und behütet uns und manchmal baut er uns auch ein Nest. Er nimmt auch wahr, wie Satan uns schaden will, und es schmerzt ihn, zu sehen, wie oft wir Leid erfahren. Gott leidet mit, wenn wir Schmerzen haben oder uns Böses widerfährt. Unser Gott ist nicht passiv. So wie ich etwas für die Sicherheit der Meisen getan habe, so ist auch Gott aktiv. Wir wissen gar nicht, wie oft er zu unseren Gunsten in unser Leben eingegriffen hat. Aber es tut gut zu wissen, dass er da ist und sich um uns, seine Kinder, sorgt. Mit dieser Gewissheit lebt es sich leichter.

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