Andachten

Andacht

Andacht 20. April 2022

20. April 2022 | Reiner Dürsch

Andacht 20. April 2022

Bildnachweis: es.war.einmal.. / photocase.de

Alle Menschen, die mir der Vater gibt, werden zu mir kommen, und keinen von ihnen werde ich je abweisen.

In unserer Gesellschaft gibt es Menschen, die keiner haben will: Mörder, Kriminelle, Schmarotzer, um nur einige zu nennen. Auch Migranten haben es noch immer nicht leicht, ihren Platz in der Gesellschaft zu finden. Oft werden auch Andersdenkende ausgegrenzt. Sind diese Menschengruppen mit unserem Bibelwort gemeint? Die Menschen, denen dieses Wort von Jesus direkt gesagt wurde, sind zwar satt geworden, doch Jesus forderte sie heraus: „Bemüht euch doch nicht nur um das vergängliche Brot, das ihr zum täglichen Leben braucht! Setzt alles dafür ein, die Nahrung zu bekommen, die bis ins ewige Leben reicht. Diese wird der Menschensohn euch geben.“ (V. 27 Hfa) Das muss für die Angesprochenen sicher schwer verdaulich gewesen sein: Das lebendige Brot kann man nur vom Menschensohn bekommen, auf dem das Siegel Gottes, des Vaters, ist. Menschen, die glaubten, das „Brot des Lebens“ zu kennen und darüber verfügen zu können, zeigten sich ernüchtert. Derjenige, der ihnen das Angebot machte und vor ihnen stand, sollte das „Brot des Lebens“, sollte göttlicher Herkunft sein? Das war zu viel! Nicht mehr essen und trinken zu müssen war eine verlockende Aussicht, aber von Jesus hören zu müssen, dass ihnen der persönliche Glaube fehle, war drastisch. Wenn die Zuhörer schon vorher skeptisch waren, bestand jetzt die Gefahr, dass sie ihre Herzen völlig verschließen und verbittern würden. Eine schlechtere Ausgangsbasis für Mission gibt es nicht. Gottes Liebe öffnet, wärmt und begeistert, kann aber auch zur Klärung der Fronten beitragen, sodass man weiß, auf welcher Seite man steht. Wer Jesus ausgrenzt, lehnt den ab, der die Verstoßenen annimmt. Diese Erkenntnis kann nur der Heilige Geist schenken. Wenn ich Menschen ausgrenze und als unwürdig für Gottes Liebe betrachte, entferne ich mich selbst von der Leben spendenden Quelle. Menschen nach ihrer Herkunft, ihrem Aussehen und Verhalten zu beurteilen passt nicht zu Gottes Reich. Erstens steht uns ein solches Urteil nicht zu. Zweitens lassen wir damit die Liebe Gottes vermissen. Gerade das Eingeständnis unserer Unwürdigkeit macht uns vor Gott angenehm.

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