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Andacht

Andacht 22. April 2022

22. April 2022 | Alexander K.

Andacht 22. April 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Ein Psalm Davids. Der Herr ist mein Hirte, ich habe alles, was ich brauche.

Vor einigen Jahren gaben wir dem Wunsch unserer Kinder nach einem Haustier auf eher ungewöhnliche Art nach. Aufgrund der Tierhaarallergie meiner Frau beschlossen wir, zwei Lämmer in Handaufzucht großzuziehen, um sie schon früh an uns zu gewöhnen. Natürlich sorgten die neuen Familienmitglieder gerade bei den Kindern für viel Begeisterung, auch wenn es einiges zu tun gab. Zunächst regelmäßig mit Milch füttern, für eine gute Weide sorgen, stets frisches Wasser zur Verfügung stellen. Und wenn im Herbst um uns herum die mähdreschenden Ungetüme unterwegs waren, mussten wir für einen sicheren, ruhigen Ort sorgen, denn sonst trieb sie die pure Angst durch den ansonsten völlig ausreichenden Weidezaun. David kannte sich bestens mit Schafen aus. Wenn er sich selbst mit einem Schaf und Gott mit einem sich kümmernden Hirten verglich, wusste er, dass dies nicht ohne Einsatz aufseiten des Hirten möglich ist. Allerdings kommt der beste Hirte an seine Grenzen, wenn Schafe die guten Absichten ihres Herrn nicht erkennen. Denn Schafe, die sich nicht gut versorgt fühlen, kommen nicht zur Ruhe. Bei unserer heutigen Arbeit mit Pflegekindern erleben wir eine andere Art von Verunsicherung, die rastlos macht. Die Ungewissheit, wohin sie gehören und wer die wichtigen Entscheidungen für ihr Leben trifft, kann zu unglaublich starken inneren Spannungen bei diesen Kindern führen. Unserer Pflegetochter hilft in diesen Momenten die Erinnerung daran, wer „der Bestimmer“ in ihrem Leben ist. Eine liebevolle und sich ausgezeichnet kümmernde Vormundin. Dieser Psalm fordert uns heraus, uns Gedanken über den Bestimmer in unserem Leben zu machen; wir möchten zwar gerne die Aussagen und Verheißungen dieses Psalms genießen, aber vielleicht, ohne Schaf zu sein bzw. dem Hirten zu vertrauen. Doch ohne diese Bindung, die durch unseren Entschluss entsteht, Gott zum Herrn in unserem Leben zu machen, werden auch wir ein unsicheres und ruheloses Leben führen. Schafe brauchen jemanden, der für sie sorgt, sich um sie kümmert und jederzeit für sie da ist. Wir Menschen übrigens auch. Dann kommt uns, wie David, mit Blick auf unseren Hirten auch das „Ich habe alles, was ich brauche“ leicht über die Lippen.

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