Andachten

Andacht

Andacht 27. April 2022

27. April 2022 | Horst Jenne

Andacht 27. April 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Der Herr sprach: Geh heraus und tritt hin auf den Berg vor den HERRN! Und siehe, der HERR ging vorüber. Und ein großer, starker Wind, der die Berge zerriss und die Felsen zerbrach, kam vor dem HERRN her; der HERR aber war nicht im Winde. Nach dem Wind aber kam ein Erdbeben; aber der HERR war nicht im Erdbeben. Und nach dem Erdbeben kam ein Feuer; aber der HERR war nicht im Feuer. Und nach dem Feuer kam ein stilles, sanftes Sausen.

Was hat der Prophet Elia nicht alles hinter sich! Eine siegreiche, aber blutige Auseinandersetzung mit Gottes Gegnern auf dem Karmelgebirge. Die anschließende Flucht vor der Königin Isebel, die ihn deshalb töten lassen will. Hinterher ein Burn-out in wüster Gegend. Elia ist am Ende seiner Kräfte. Am liebsten würde er alles hinwerfen und sterben. Gott aber hat etwas dagegen. Er sorgt dafür, dass der Prophet langsam wieder auf die Beine kommt. Elia hat seine Vorstellungen davon, wie Gott auftreten müsste: groß und beeindruckend. Doch Fehlanzeige. Gott kommt nicht im starken Wind, in einem Erdbeben oder einem Feuer daher. Vielmehr erscheint er in einem stillen, sanften Sausen. Nicht dröhnend, sondern leise. Nicht wuchtig, sondern ruhig. Genau das ist Gottes Stil. Am krassesten hat sich das zugetragen, als Gott in Jesus Christus selbst auf die Erde kam und Mensch wurde. Statt mit einem Palast begnügte Gott sich mit einem Stall. Statt Fahnen flatterten Windeln auf der Leine. Statt einer Ehrenkompanie stellten sich grobschlächtige Hirten ein, um das Jesuskind zu ehren. Und am Ende trumpfte Jesus nicht schlagkräftig auf, sondern starb qualvoll am Kreuz. Doch Gott war in Christus und versöhnte die Welt mit sich selber, weiß später der Apostel Paulus (2 Kor 5,19). In dem geringen Jesus schreibt Gott eine große Geschichte. Und so hält er das bis zum heutigen Tag. Wir erleben seine Führung nicht in äußeren, kraftvollen Zeichen, sondern im Hören auf die sanfte Stimme. Gott hat uns sein Wort und seinen Heiligen Geist gegeben, um uns zu leiten. Und wenn er uns führt, dann wird es durch das stille Flüstern des Heiligen Geistes in unseren Herzen geschehen. Doch viele Menschen wollen mehr als das. Manch einer denkt: Ich habe große Probleme. Ich brauche große Zeichen! Aber wir brauchen nicht mehr, weil wir durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt, Gott in unserem Inneren haben. Wenn er uns führt, wird er es von innen heraus tun – durch leise Töne.

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