Andachten

Andacht

Andacht 07. Mai 2022

07. Mai 2022 | Alexander K.

Andacht 07. Mai 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

„Wer weiß? Vielleicht kehrt Gott um und bereut und bezähmt seinen grimmigen Zorn, sodass wir nicht zugrunde gehen.“ Als Gott sah, dass sie von ihren schlechten Wegen umgekehrt waren, bedauerte er, dass er ihnen Unheil angedroht hatte, und verschonte sie.

Wer hätte gedacht, dass der König von Ninive so deutlich auf die Botschaft Gottes durch Jona reagiert und voller Hoffnung auf einen gnädigen Gott ist? Wohl nur Gott selbst. Wenn wir heute über das Gericht sprechen, vergessen wir oft das Entscheidende. Welchen Sinn ergibt eine Gerichtsbotschaft, wenn diejenigen, die sie erhalten, keine Möglichkeit zur Veränderung haben? Sie schürt nur Angst und verkommt zur Panikmache. Dieser Punkt war für Jona, der viel Falsches über Gott gedacht hat, von Anfang an klar. Gott macht sich nicht die Mühe, jemanden zu beauftragen, eine Botschaft zu überbringen, wenn damit nicht die Chance zur Umkehr verbunden ist. Wenn du, egal wann, Gottes Stimme hörst, die dich auf eigenes Fehlverhalten hinweist, dann tut er das, weil er sich wünscht, dass du umkehrst. Und nicht um dir Angst zu machen oder ein schlechtes Gewissen. Wir lesen in der Bibel hin und wieder davon, dass Gott etwas reut und er sein Handeln ändert. Damit ist aber nicht das Bereuen gemeint, wie wir es oft tun, weil wir merken, dass wir übers Ziel hinausgeschossen sind. Es ist eher ein Hinweis darauf, dass Gott auf unser Handeln reagiert. Ich sage meinen Kindern doch auch, dass inakzeptables Verhalten Konsequenzen nach sich zieht. Stelle ich dann aber fest, dass es meinem Kind richtig leidtut, dann entscheide ich auch mal, die Konsequenz auszusetzen. Der Zweck der „angedrohten Strafe“ ist ja, dass sie begreifen, dass etwas falsch ist und nicht akzeptiert werden kann. Wenn echte Einsicht bereits vorhanden ist, was soll die Konsequenz dann noch bewirken? Ich denke, Gott geht es ähnlich. Natürlich meint er, was er sagt, im Fall Ninives: „Wer so ist bzw. handelt, wird umkommen.“ Wer jetzt aber sein Handeln und seine Einstellung verändert, der kann von der finalen Konsequenz – dem Tod – frei werden. Ist das gerecht? Ja, denn Jesus hat am Kreuz den Fluch der Sünde aufgehoben. Gott wird damit nicht inkonsequent, er übernimmt nur selbst die Strafe und bleibt uns gegenüber gnädig. Danke, Gott!

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