Andachten

Andacht

Andacht 09. Mai 2022

09. Mai 2022 | Hanna Klenk

Andacht 09. Mai 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Als Jesus nun seine Mutter sah und neben ihr den Jünger, den er sehr lieb hatte, sagte er zu ihr: „Das ist jetzt dein Sohn!“ Und zu dem Jünger sagte er: „Sie ist jetzt deine Mutter.“ Von da an nahm der Jünger sie zu sich in sein Haus.

Auf einem Hügel über der antiken Stadt Ephesus stehen die Ruinen der Johannesbasilika, eines großen Baus aus byzantinischer Zeit (6. Jh. n. Chr.). Durch einen reich verzierten Eingang tritt der Besucher ins Mittelschiff und sieht sofort ein etwas erhöhtes Podium von vier Säulen umrahmt. Eine schlichte weiße Marmorplatte berichtet von der Überlieferung, dass an diesem Ort der Jünger Johannes begraben wurde. Wir haben guten Grund, den Berichten zu glauben, dass Johannes zusammen mit Maria viele Jahre in Ephesus verbrachte, später verbannt wurde, dann aber wieder zurück in die Hauptstadt der römischen Provinz Asia kam, wo er eines natürlichen Todes starb. Johannes bezeichnet sich selbst schlicht als den Jünger, den Jesus lieb hatte. Er hielt seine teuren Erinnerungen fest in einem Bericht, den wir heute als sein Evangelium bezeichnen. Er beschreibt die Ereignisse aus seiner Sicht und liefert viele Details und Einzelgeschichten wie die Begegnung Jesu mit der Samariterin am Jakobsbrunnen, mit dem gelehrten Nikodemus, der bei Nacht kam, die Auferweckung des Lazarus und das intime Detail der Fußwaschung. Außerdem kennen wir seine drei Briefe und natürlich die Apokalypse, die mächtigen Bilder der Offenbarung, die ihm auf der Insel Patmos zuteilwurden. Der heute zitierte Text aus der Passion Jesu öffnet uns ein besonderes Fenster. In der wohl dunkelsten und schwersten Stunde, die Jesus am Kreuz erlitt, wandte er sich den Menschen zu, die er so sehr liebte – dem Jünger Johannes und seiner Mutter Maria. Können wir uns überhaupt vorstellen, was es für die beiden Menschen und auch für Jesus als Marias Sohn bedeutete, dass er darum besorgt war, die Zukunft seiner Mutter zu regeln? Man könnte es als das wertvollste Geschenk aller Zeiten zum Muttertag bezeichnen. Blumen und Pralinen zu erhalten ist ein schönes Zeichen der Wertschätzung und des Dankes, aber dass Kinder auch in schweren Zeiten an ihre Mütter denken und für sie vorsorgen, das ist bedenkens- und nachahmenswert.

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