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Andacht

Andacht 12. Juni 2022

12. Juni 2022 | Claudia Mohr

Andacht 12. Juni 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Denn wo zwei oder drei versammelt sind in meinem Namen, da bin ich mitten unter ihnen.

Neulich hatte ich einen ungewöhnlichen Traum: Es war Sabbat und ich wollte mit meiner kleinen Tochter den Gottesdienst auf einer adventistischen Konferenz in der Nähe besuchen. Wir zogen uns angemessen an, packten unsere Tasche und gingen los. Viele Leute strömten mit uns zum Eingang. Dort standen Türsteher, die jeden kontrollierten. „Leider dürfen wir euch nicht reinlassen“, wurde uns beiden mitgeteilt. Da sah ich auch schon einen verantwortlichen Prediger auf mich zueilen, der sogleich entschuldigend die Hände hob. „Wir haben die Order, nur Geschwister hineinzulassen, die passend gekleidet sind“, sagte er und deutete auf diejenigen, die die Türe passierten. Erst jetzt fiel mir auf, dass alle eine dunkelblaue Robe trugen. Ich besaß keine solche Robe und wusste auch nichts von dem Beschluss. Der Prediger wies darauf hin, auch für mich keine Ausnahme machen zu können, und verschwand wieder in der Menge. Ungläubig setzte ich mich mit meiner Tochter auf den Rasen vor dem Gebäude und beobachtete das Treiben. Dann holte ich meine Bibel aus der Tasche und las einige Verse laut vor. Es kamen Geschwister, die ebenfalls keinen Einlass bekamen, und setzen sich zu mir. Auch mein Mann war dabei. Sogar einige Geschwister mit blauen Roben gesellten sich zu uns. Wir lobten Gott, erzählten von seinen großen Taten, die er in unserem Leben gewirkt hatte, und feierten Sabbat. Wir waren uns sicher, wo zwei oder drei versammelt sind, da ist Jesus mitten unter ihnen. Die anderen mochten die große Konferenz besuchen, doch wir feierten ganz schlicht in freier Natur mit nichts als der Bibel. Wir brauchten keine Stühle, kein Orchester, keine Starredner und sicherlich auch keine dunkelblauen Roben! Ich kann mich noch gut an das Gefühl der Freude erinnern, das ich da draußen im Gras empfand. Dieser Traum hat mich nachdenklich gemacht. Was kann ich daraus lernen? Ich nehme eines mit: Konformität ist vielleicht schick oder sogar feierlich, aber nicht notwendig. Es braucht im Grunde nichts anderes als ein offenes Herz und das Wort Gottes, um wahrhaftig anzubeten und zu dienen. Vielleicht kann man es auch als Aufruf verstehen, nach dem Motto: zurück zur Einfachheit, zurück zum Kern! Was denkst du?

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