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Andacht

Andacht 13. Juni 2022

13. Juni 2022 | Johannes Fiedler

Andacht 13. Juni 2022

Bildnachweis: Gerd Schmid

Er [Gott] zählt die Sterne und nennt sie alle mit Namen.

Aufgeregt zählte die Reiseleiterin die Businsassen immer wieder durch. Auf dem Hinweg hatte sie 31 Rentner gezählt; aber jetzt, auf dem Rückweg vom Ausflug des Seniorenkreises, saßen da plötzlich 32. Dabei war niemand zugestiegen. Schließlich fand sie die Lösung, behielt sie aber für sich. Wer gibt schon gerne zu, sich verzählt zu haben … Gott hat beim Zählen offensichtlich nicht die Probleme unserer Reiseleiterin. Immerhin kennt er nicht nur die Zahl der Sterne, sondern auch ihre Namen. Mit solch einem Überblick sind Irrtümer wohl ausgeschlossen. Diese Feststellung soll nicht nur die Sternenforscher beeindrucken, denen das Nachzählen bis heute nicht gelingt. Nein, in dem Psalmlied geht es um Menschen, die nicht immer ein fröhliches Lied auf den Lippen haben, die manchmal mutlos und verzagt sind. Ihnen ruft er zu: „Unser Herr ist groß und von großer Kraft.“ (V. 5) Und diese große Kraft wirkt nicht nur ins Universum hinein und lenkt alles in den vorgeschriebenen Bahnen. Sollte der, der die Sterne zählt und sie mit Namen nennt, nicht auch die Namen derer kennen, die ratlos und müde geworden sind, die Schmerzen haben und sich verlassen fühlen? Sie ermutigt der Psalmschreiber: Fasst Mut, ihr seid nicht alleingelassen, denn „er heilt, die zerbrochenen Herzens sind, und verbindet ihre Wunden“ (V. 3). Gottes Fürsorge verliert sich nicht in den Weiten des Weltalls, sondern gilt seinen Menschen. Er kennt die alleinerziehende Mutter, die Kinder, Beruf und Haushalt unter einen Hut bringen muss. Er sieht den Studenten mit seiner Prüfungsangst; die alte Dame mit der geringen Rente; die junge Frau, die gerade mit einer besorgniserregenden Diagnose aus der Sprechstunde des Arztes kommt. Er kennt sie alle mit Namen. Dieses Wissen allein kann schon Mut machen, weil es mir zeigt: Ich bin nicht auf meine begrenzte Kraft angewiesen. Meine Reserven sind manchmal erschöpft. Aber da ist einer, der mich kennt und liebt, dem ich wichtig bin. Seiner großen Kraft kann ich vertrauen und ich kann mich an ihn wenden. Das hat der Psalmdichter erlebt und er lässt uns an seiner Erfahrung teilhaben: „Singt dem HERRN ein Danklied und lobt unsern Gott mit Harfen.“ (V. 7) Gut zu wissen, dass Gott sich nicht verzählt. Alle, die mit ihm unterwegs sind, will er sicher nach Hause bringen.

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